Der US-Automobilhersteller General Motors will offenbar Tausende Angestellte entlassen und den Ausverkauf seiner Marken vorantreiben. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, könnte der Verwaltungsrat die Streichungen noch im August absegnen. Experten gehen davon aus, dass es aufgrund der schwachen US-Konjunktur und der Rohöl- und Benzinpreise sogar dazu kommen könnte, dass neben der prestigeträchtigen Geländewagensparte Hummer nun bald auch andere Marken zur Disposition stehen.
Obwohl General Motors als Mutterkonzern auch für den deutschen Autobauer Opel zuständig ist, dürften sich die Einsparpläne jedoch vorrangig auf das verlustreiche US-Geschäft beziehen. Laut dem Bericht will man so bis 2010 den Profitabilitäts-Turnaround schaffen. Um aus den tiefroten Zahlen herauszukommen, stehen bei General Motors nun sämtliche Marken ausser dem Cadillac und dem Chevrolet auf den Prüfstand.
Für den Hummer wird bereits nach einem passenden Käufer gesucht. Als weitere Kandidaten, die das Unternehmen auf seine Abstossliste gesetzt haben soll, nennt der Bericht hingegen die schwedische Marke Saab und die US-Linie Saturn. Die aktuelle Krise, die sich aber nicht nur auf General Motors, sondern auch auf Ford und Chrysler bezieht, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass grosse, spritfressende Modelle angesichts der Ölpreiskrise zunehmend unpopulär werden. (pte)

