Zehn Fachjournalisten aus Deutschland und der Schweiz haben entschieden: Das Brettspiel "Thurn und Taxis" von Karen und Andreas Seyfarth ist zum "Spiel des Jahres 2006" gekürt worden. Das Spiel konnte sich gegen vier ebenfalls für die Endauswahl nominierte Kandidaten durchsetzen. Der begehrte Kritikerpreis wird seit 1979 und somit in diesem Jahr bereits zum 28. Mal verliehen. Erstmals durfte sich ein Ehepaar über das bedeutendste Spielesymbol freuen. Für den Münchner Kleinverlag "Hans im Glück" war es dagegen nach 1991, 1994, 1996 und 2001 bereits der fünfte Erfolg.
"Die Aufgabe, eine Kette von Poststationen in Bayern und Umgebung aufzubauen, zieht die beteiligten Spieler eine Stunde lang in ihren Bann. Die Spannung, ob man die benötigten Streckenkarten erhält und ob die geplante Postkutschenverbindung rechtzeitig steht, ist enorm. Dazu kommt eine redaktionell wie grafisch herausragende Gestaltung", hiess es in der Begründung der Jury. Das Prädikat "Spiel des Jahres" hat der Branche schon einige echte Klassiker wie "Die Siedler von Catan" (1995) oder "Hase und Igel" (1979) beschert.
Neben "Thurn und Taxis" waren noch das Legespiel "Aqua Romana", das Fantasy-Brettspiel "Blue Moon City", "Just 4 Fun" für Zahlentaktiker sowie "Seeräuber" im Rennen - der früher so beliebte Würfel kommt dabei jeweils nicht mehr zum Zug. Darüber hinaus vergab die Jury zwei Sonderpreise für "Schatten über Camelot" in der Kategorie "Fantasie" und an "Caylus" als "Komplexes Spiel".

