24.06.2009

Stop Piracy

Kampagne am Flughafen Zürich

Aktionswoche für unverfälschte Ferien.

Seit Juli 2008 beschlagnahmt der Schweizer Zoll bei Individualreisenden gefälschte Gegenstände -- vor allem Taschen, Kleider, Medikamente, Uhren. Um die Touristen auf die Risiken und Gefahren aufmerksam zu machen, die mit gefälschten Waren verbunden sind, führt der Verein Stop Piracy am Flughafen Zürich eine Informationskampagne durch.

Wer zwischen dem 1. und dem 7. Juli ab Zürich-Kloten in die Ferien fliegt, wird in der Abflughalle unübersehbar mit dem Problem gefälschter Waren konfrontiert. Dies geschieht laut Stop Piracy nicht, um den Reisenden die Ferien zu vermiesen, sondern über den Hintergrund gefälschter Waren zu informieren. Und sie davor zu bewahren, bei der Rückkehr in die Schweiz das vermeintlich wohlfeile Souvenir beim Zoll abliefern zu müssen. Die Reisenden werden auf anschauliche Art mit Beispielen gefälschter Waren, einprägsamen Texten und persönlichen Auskünften informiert und mit einem kleinen echten Reisegeschenk überrascht.

Ein mieses Milliardengeschäft

Fälschungen und Piraterie haben gemäss Stop Piracy beunruhigende Ausmasse angenommen. Schweizer Unternehmen seien immer häufiger Opfer von Nachahmern. Wie die am Stand gezeigten Beispiele zeigen, werden schon längst nicht mehr nur Luxusprodukte gefälscht, sondern schlichtweg alles: Von A wie Arzneimittel, über G wie Games, K wie Kinderspielzeug bis hin zu Z wie Zahnbürsten.

Der wirtschaftliche Schaden, der der Schweiz dadurch jährlich entsteht, wird von Stop Piracy auf rund zwei Milliarden Franken geschätzt. Weltweit liege die Zahl bei mehreren hundert Milliarden Franken. Die Fälschungsindustrie sei Teil des organisierten Verbrechens. Die Gewinne seien viel grösser als beim Drogenhandel.

Echte und falsche Toblerone:


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