07.09.2016

Alprausch

«Läck mer am Tschöpli, liebi Stadtverwaltig»

Wegen der Mieterhöhung für den Laden am Werdmühleplatz zieht Alprausch an die Europaallee. In einem Video schickt das Modelabel einen Gruss an die frühere Vermieterin.
Alprausch: «Läck mer am Tschöpli, liebi Stadtverwaltig»
Singen der Zürcher Stadtverwaltung ein Lied: Still aus dem Video.

Alprausch war über 11 Jahre Mieter des Ladenlokals am Werdmühleplatz, wie der Lifestyle-Brand in einer Mitteilung schreibt. 2015 lief der Mietvertrag aus.

Dies nahm die Stadtverwaltung zum Anlass, die Mieten von der Immobilienfirma KMP neu beurteilen zu lassen. Das Gutachten komme zum Schluss: Die bisher verlangten 920 Franken pro Quadratmeter und Jahr entsprechen nicht mehr der marktüblichen Miete; empfohlen werde eine Erhöhung auf 1400 Franken.

Keine Einigung mit der Stadt

Für Alprausch bedeutete dies laut Unternehmen eine Mieterhöhung von über 40 Prozent. Das Familienunternehmen habe daraufhin das Gespräch mit den Verantwortlichen der Zürcher Liegenschaftenverwaltung. Dies sei aber nicht zustande gekommen.

Alprausch habe sich deshalb entschlossen, proaktiv nach Alternativen zu suchen und wurde im neuen Quartier Europaallee fündig. Der neue Alprausch-Flagship-Store, welcher Mitte September offiziell seine Pforten öffnet, sei nicht nur an einer bedeutend besser frequentierten Passantenlage, sondern erst noch noch deutlich günstiger.

Einen kleinen Seitenhieb an die Adresse der Stadtverwaltung konnte sich die Alprausch Familie dennoch nicht verkneifen. Mit einer humorvollen Videobotschaft bedankt sie sich und sagt: «Mässi, liebi Stadtverwaltig! Ohne Euch wären wir nicht zu diesem tollen, neuen Geschäft gekommen. In diesem Sinne: Läck mer am Tschöpli! Mir gsehnd eus ade Europaallee.»

Die Kampagne wurde unter anderem von blick.ch und TeleZüri aufgegriffen.

Verantwortlich bei Alprausch: Andy Tanner (Gründer), Nicole Bretscher (Gründer), Robin Bretscher (Marketing), Timmy Bretscher (Mädchen für Alles); Creative Direction: Patrick Mueller; Produktion: Patrick Mueller; Regie: Christian Dietrich; Kamera: Christian Dietrich. (pd/clm)



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