07.07.2008

Yahoo

Microsoft lässt nicht locker

Übernahme für Software-Konzern wieder ein Thema.

Microsoft lässt im Tauziehen um den Internet-Konzern Yahoo doch nicht locker und ist wieder an einer Übernahme interessiert. Voraussetzung sei aber eine neue Führung bei Yahoo, teilte Microsoft am Montag mit. Der Konzern verbündete sich mit dem Yahoo-Grossaktionär Carl Icahn, der die Yahoo-Spitze auf der Hauptversammlung Anfang August stürzen will. Der Druck auf Firmenmitgründer und Yahoo-Chef Jerry Yang wird damit immer grösser.

Denkbar sei sowohl eine komplette Übernahme von Yahoo als auch der zuletzt diskutierte Teilkauf nur des Suchmaschinengeschäfts, so Microsoft. Mit der gegenwärtigen Führung bei Yahoo sei aber kein Geschäft möglich. Microsoft hatte zuletzt fast 50 Mrd. Dollar für Yahoo geboten, die Übernahmepläne angesichts heftigen Widerstands im Mai aber für beendet erklärt. Yahoo vereinbarte mit seinem Erzrivalen Google eine umfassende Zusammenarbeit -- auch, um unzufriedene Grossaktionäre wie Icahn zu besänftigen.

Icahn hatte sich mit vier Prozent an Yahoo beteiligt. Der Milliardär ist bekannt dafür, sich in Unternehmen einzukaufen, die in Schwierigkeiten stecken, um deren Strategie zu beeinflussen. Er hofft immer noch auf die Unterstützung anderer Aktionäre. Bei der Hauptversammlung am 1. August will Icahn den Verwaltungsrat von Yahoo bei dessen Neuwahl komplett mit eigenen Vertrauten besetzen lassen. Das Gremium soll dann Yang ablösen und den Weg für Microsoft frei machen.

Icahn und Microsoft führten dazu zuletzt nach eigenen Angaben mehrere Gespräche. Für Details wie einen konkreten Übernahmepreis sei es aber noch zu früh. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen