20.08.2008

Skai

"Mit klassischer Werbung erreichen sie keine Identität"

Interview mit dem Marketing-Chef.

Diesen Samstag findet zum letzten mal eine M-Budget Party statt. Die Event-Reihe wird eingestellt. Zeitgleich mit der Dernière sorgt die nächste Migros-Marke schon für Ersatz. Mit der Skai Session geben sich Indoor-Wakeboard-Contest, Live-Konzerte und Fashion-Shows ein Stelldichein. Damit will man sich bei der jungen Zielgruppe profilieren, wie Jürg Pfeiffer, Leiter Marketing & Verkauf Kaugummi Inland bei Chocolat Frey, gegenüber "persoenlich.com" erläutert. Das Interview:

Herr Pfeiffer, Skai ist Namensgeber und Hauptsponsor der Skai Session. Sind Sie auch Initiator des Events oder nur auf den Zug aufgesprungen?

Unsere Marketing Agentur "Vitamin D" hat uns dieses neue Konzept vorgeschlagen. In intensiver Zusammenarbeit haben wir die Skaisession entwickelt und auf die Beine gestellt.

Welchen Effekt erhoffen Sie sich für die Marke Skai?

Wir versuchen ein eigentliches Brand Building zu erreichen. Die Marke soll für unsere Zielgruppe mit einer Identität ausgestattet werden.

Mit dem Anlass wird vor allem eine junge Zielgruppe angesprochen. Erreicht man diese über einen Event besser, als über klassische Werbung?

Mit einem solchen Event treten sie authentisch auf und decken die Segmente Sports, Fashion, Lifestyle und Music ab. Wir sind direkt bei der Zielgruppe und erreichen, dass die Marke Skai als echte Alternative zu Stimorol angesehen wird. Mit klassischer Werbung erreichen sie Bekanntheit, aber keine Identität.

Skai ist eine Migros-Marke. Will man sich mit der jugendlichen, sportlichen Positionierung etwas vom Familien-Image der Migros lösen?

Skai ist und bleibt eine Migros Marke. Wir wollen uns etwas profilieren.

Der Event hat weitere Sponsoren. Warum sind darunter keine anderen Migros-Marken. SportXX, m-electronics oder ex libris hätten ja auch zu Sport und Musik gepasst?

Wir wollten aus der Skai Session keinen Migros-Event machen.

Grossverteiler werben in der Regel vor allem für die eigenen Linien, nicht aber für einzelne Produkte wie Skai Kaugummi. Probiert man nun auch vermehrt, Eigenmarken als Markenartikel darzustellen?

Dieses vermehrte Auftreten als Eigenmarke findet schon seit längerer Zeit statt. So sind wir seit 3 bis 4 Jahren bei allen Open Air-Auftritten, bei welchen die Migros dabei ist, ebenfalls mit einem eigenen Skai-Stand dabei.

Gleichzeitig mit der ersten Skai Session findet die letzte M-Budget-Party statt. Wird nun die Skai Session als Ersatz zur Event-Reihe?

Diese beiden Anlässe haben absolut nichts miteinander zu tun und sind per Zufall am gleichen Tag.

Kann für die Marke mit einem einmaligen Event überhaupt eine Wirkung beim Publikum erzielt werden oder braucht es dafür ein längerfristiges Engagement?

Es ist richtig, dass ein einmaliger Event keine nachhaltige Wirkung erzeugen wird. Dafür braucht es sicherlich ein längerfristiges Engagement. Sollte die Skai Session erfolgreich sein, werden wir uns über weitere solche Anlässe intensiv Gedanken machen.

(Interview: Stefan Wyss)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen