08.08.2005

Printmedien

Product Placement als Normalfall?

Lexus mit neuer Marketingstrategie.

Die Toyota Motor Corp. fordert US-Printmedien dazu auf ihre Lexus Serie zur Illustration von Artikeln zu benutzen. Dass die Leser also zukünftig auf einen Lexus LX 470 stoßen, wenn sie einen Bericht über ihren Lieblingsstar oder die neuesten Modetrends lesen, soll keine Seltenheit mehr sein. Das wünscht sich jedenfalls Deborah Wahl Meyer, Marketing-Vizepräsidentin von Lexus. Sie sieht darin eine bahnbrechende Möglichkeit ihre Produkte zu vermarkten.

Product Placement war bisher vor allem in TV und Filmen üblich. Kritiker sehen eine Ausweitung dieser Praktiken auf die Printmedien als sehr problematisch und fürchten, dass sich Printjournalismus in ein Lockvogelspiel verwandeln könnte. Es besteht die Gefahr, dass Autohersteller beginnen Magazine vehement zu überzeugen ihre Wägen zu verwenden, um Artikel zu illustrieren, die überhaupt nichts mit Autos zu tun haben.

Samir Husni, Chairman des Journalismusinstitutes der Universität von Mississipi ist wenig erfreut über die Lexus Initiative und befürchtet, dass sich bereits viele Werbefirmen einen Weg in die Printmedien erkaufen.

Auf die Frage, ob Toyota ein Magazin für Product Placement bezahlen würde, hieß es von Lexus Sprecher Bill Ussery, dass das Unternehmen sich nicht solcher Praktiken bediene. General Motors Corp., Ford Motor Corp. und DaimlerChrysler's Chrysler Group gaben an, sie würden nicht versuchen, Printmedien von Product Placement zu überzeugen, wenn allerdings ein Magazin auf sie zukäme, würden sie sich freuen einen Gefallen tun zu können.


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