Der bernische Regierungsrat will prüfen, ob Websites wie "Facebook" für das Kantonspersonal gesperrt werden sollten. Er hat die Finanzdirektion beauftragt, Vorschläge zum Vorgehen im Falle von Internet-Missbrauch am Arbeitsplatz zu unterbreiten. Dies geht aus der Antwort des Regierungsrats auf eine Motion von Lorenz Hess (BDP/Stettlen) hervor, die eine Sperrung solcher Internetseiten für Kantonsangestellte verlangt. Hess begründet seinen Vorstoss damit, dass "ein immenses zusätzliches Datenvolumen" entstehe, wenn Angestellte auf solchen Sites verweilten.
Aus Sicht der Netzwerkinfrastruktur sei eine Sperrung des "Facebook"-Zugriffs zurzeit nicht nötig, schreibt der Regierungsrat. Tatsächlich könnten sich aber diese Seitenaufrufe negativ auf die Leistungsfähigkeit bestimmter Informatik- Infrastrukturen einzelner Direktionen auswirken. Eine endgültige Lösung liege nicht nicht vor, da es sich um ein komplexes Thema handle, schreibt der Regierungsrat. Er lehnt den Vorstoss zur "Facebook"-Sperre als Motion ab und beantragt dem Parlament eine Annahme in der weniger verbindlichen Form eines Postulats. (sda)

