12.09.2018

Publicom-Studie

Schweizer nutzen weniger Social Media

In der Schweiz ist die Nutzung von Social Media gemäss einer Untersuchung im letzten Jahr erstmals zurückgegangen. Auch das Image von Facebook, Twitter und anderen habe gelitten.
Publicom-Studie: Schweizer nutzen weniger Social Media
Unterwegs das Smartphone konsultieren: Auch Jugendliche seien weniger auf Facebook, Twitter und Co., so die Publicom-Studie. (Bild: Keystone/Christof Schürpf)

Noch 55 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen soziale Medien, vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies teilte Publicom aufgrund der seit 2013 jährlich erhobenen Media-Brands-Studie am Mittwoch mit.

Facebook mit tiefer Glaubwürdig

Damit hätten die Social Media sogar mehr Nutzer verloren als die Printmedien, die nur ein Prozent an Reichweite eingebüsst hätten und inklusive Digitalnutzung 94 Prozent der Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 79 Jahren erreichten.

Die sozialen Medien hätten zudem auch Image-Einbussen zu verkraften. Die diversen Skandale wie Datenmissbrauch oder Fake News hätten offensichtlich Spuren hinterlassen. Insbesondere die Markenimages von Facebook und Twitter büssten kräftig an Sympathie und Vertrauen ein. Facebook habe von allen erhobenen Marken sogar den tiefsten Glaubwürdigkeitswert.

Regionale Zeitungen beliebt

Eine hohe Glaubwürdigkeit attestiere die Schweizer Bevölkerung dagegen weiterhin den regionalen, abonnierten Tageszeitungen und den öffentlich finanzierten Radio- und Fernsehsendern. Insgesamt bleibe die Glaubwürdigkeit der Medien in der Schweiz unverändert hoch.

Mit der Media-Brands-Studie ermittelt Publicom jährlich die Markenleistung von Medienmarken in der Schweizer Bevölkerung. Die Erhebung 2018 wurde im April und Mai durchgeführt und basiert auf einer für die Bevölkerung von 15 bis 79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4828 Menschen. Die statistische Fehlerquote wird mit plus/minus 1,4 Prozent angegeben. (sda/eh)  

 


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