16.06.2008

Expo 2008

Schweizer Pavillon nur mässig besucht

Wenig Publikum am Eröffnungswochenende in Saragossa.

Der Schweizer Pavillon an der Weltausstellung Expo 2008 ist am Eröffnungswochenende nur mässig besucht worden. Rund 4000 Menschen sahen sich am Samstag und Sonntag im spanischen Saragossa den Schweizer Beitrag "Unter dem See" an.

Pro Tag hätten 2000 Menschen den Pavillon besucht, sagte Mirjam Matti von Präsenz Schweiz am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. 4200 Menschen pro Tag könnte der Pavillon aufnehmen. Nach Angaben der Expo-Veranstalter besuchten am Wochenende insgesamt 50'000 Menschen die Weltausstellung.

Matti zeigte sich über den flauen Beginn nicht überrascht: Erfahrungen aus früheren Weltausstellungen zeigten, dass zu Beginn wenig Besucher kämen, der Besucherstrom jedoch im Laufe einer Expo stetig zunehme, sagte sie. In Spanien habe sich zudem herumgesprochen, dass wegen des Lastwagenfahrerstreiks nicht alle Pavillons rechtzeitig fertig gestellt wurden. Allerdings habe die Schweizer Ausstellung am Samstag planmässig geöffnet.

Trotz des flauen Beginns ist Präsenz Schweiz, die für den Auftritt in Saragossa verantwortlich ist, zuversichtlich -- bis zum Ende der Ausstellung am 14. September wird mit insgesamt 350 000 Besuchern im Schweizer Pavillon gerechnet. Gemäss Matti reagierten Besucher und spanische Medien sehr positiv auf "Unter dem See".

Im Zentrum des Pavillons hängt ein Deckensegel, das mit Wasser besprenkelt wird. Darauf wird eine Videoinstallation gezeigt. Der Clou: Das Segel dient auch als Kühlsystem. Der zweite Teil der Ausstellung ist eine interaktive Installation zum Wassermanagement in der Schweiz. Themen der Expo 2008 sind Wasser und Nachhaltigkeit. Insgesamt stellen 105 Länder und über 200 Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Saragossa aus. (sda)


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