09.03.2008

Konsum Report

Schweizer sind Bio-Weltmeister

Mehrkonsum macht Umwelteffekt zunichte.

Nachhaltige Produkte sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Nicht nur bei den Lebensmitteln, sondern auch in den Bereichen Mobilität, Finanzen und Wohnen steigt der Absatz von ökologischen Produkten - das zeigt der neue "Konsum Report Schweiz" von WWF, Zürcher Kantonalbank und dem Center for Corporate Responsibility and Sustainability.

Der Anteil an Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelumsatz ist im letzten Jahr überdurchschnittlich gestiegen und liegt jetzt bei 4,7 Prozent. Die Schweizer geben dafür jährlich 170 Franken pro Kopf aus; damit sind sie Weltmeister. Markante Wachstumsraten verzeichneten in den letzten Jahren besonders Bio-Früchte, Bio-Gemüse und Bio-Eier.

Nachhaltige Produkte gewinnen in allen Bereichen Marktanteile. So hat sich auch das Volumen der nachhaltigen Anlagen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und lag Mitte 2007 bei 25 Milliarden Franken. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Mobilität. Die Verkäufe von Hybrid-Autos stiegen und haben sich in den letzten vier Jahren beinahe versechsfacht. Doch gemessen an allen verkauften Neuwagen ist der Anteil dieser Fahrzeuge mit rund einem Prozent immer noch klein.

Hans-Peter Burkhard, Direktor des CCRS, stellt fest: "Schweizerinnen und Schweizer kaufen zunehmend intelligent ein." Der erfreuliche Trend kann allerdings nicht über das zweite wichtige Ergebnis der Studie hinwegtäuschen: die Schweizer verbrauchen gesamthaft mehr Energie, kaufen mehr Produkte ein, wohnen in grösseren Wohnungen und Häusern, fahren schwerere Autos und reisen weiter und öfter. Damit wird der positive Umwelteffekt der nachhaltigen Produkte durch Mehrkonsum wieder zunichte gemacht.


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