Die Euro 08 in Österreich und in der Schweiz wird für letztere die grösste Sportveranstaltung aller Zeiten werden. Dass da nebst Vorfreude vor allem skeptische Stimmen auftauchen, liegt an den stets wachsenden Kosten. Neben Sicherheitskosten und anderen Kosten, will auch die Marketingorganisation Schweiz Tourismus vom Bund Geld für ihre PR-Kampagne zur Euro 08 fordern. Den Recherchen des TA entsprechend 10 Millionen Franken. So bestätigt Jörg Krebs von Schweiz Tourismus im TA: "Wir haben beim Departement Deiss einen Antrag auf einen Zusatzkredit gestellt", gleichzeitig will er aber die 10 Millionen Franken weder bestätigen noch dementieren.
Krebs sei der Meinung, dass wenn sich die Schweiz alle fünfzig Jahre über eine so riesige Medienplattform präsentieren könne, müsse sie diese seltene und tolle Gelegenheit nutzen. Er befürchte, Österreich könne gross Werbung machen und die Schweiz gehe daneben unter wie Japan an der Fussball-WM 2002: "Man hat fast nur über Südkorea gesprochen, weil Japan den Anlass ziemlich verschlafen hat", so Krebs im TA.
Nebst mehr Geld wünscht sich Schweiz Tourismus aber auch einen Mister Euro, eine Art Identifikationsfigur, die für Begeisterung sorgen könne. Beim Bundesamt für Sport (Baspo) zeigt man sich laut TA von dieser Idee begeistert, da die Schweiz aber ein viersprachiges Land sei, werde es sich dabei dann wohl eher um eine Gruppe von Repräsentanten handeln.

