Zwischen Januar und April sank der Onlinehandelsumsatz laut einem Index des Marktforschungsunternehmens GFK und dem Handelsverband Swiss um 12,7 Prozent. «Nach zwei Jahren Pandemie wollen die Leute beim Einkaufen wieder andere Menschen treffen», sagt Kurt Meister, Marketingexperte bei GFK. Viele hätten das Einkaufserlebnis vermisst. «Sie wollen vor Ort ausprobieren, was sie kaufen», sagt er gegenüber der SonntagsZeitung.
«Wir erwarten, dass die Onlineanteile in den verschiedenen Märkten dieses Jahr stagnieren oder gar zurückgehen», sagt Meister. Seine Aussagen decken sich mit einer Analyse der Debit- und Kreditkarten-Zahlungen der Swiss Retail Federation. Diese hat festgestellt, dass im ersten Quartal die Umsätze im Schweizer Onlinehandel gegenüber dem Vorjahresquartal in sieben von elf Detailhandelssegmenten zurückgegangen sind, und zwar im Schnitt um 13,6 Prozent.
Insbesondere bei Möbeln, Sportartikeln und Spielwaren gehen laut GFK die Onlineverkäufe zurück. Heisst: Für Sofas, Gartentische, Wanderstöcke, Campingmatten oder Plüschtiere gehen Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt in die Shoppingcenter, Fachgeschäfte und Warenhäuser. (pd/cbe)

