Ein Schweizer Investor rettet das Urner Skigebiet Winterhorn vor dem Konkurs. Auf der Auktionsplattform ricardo.ch war dieser auf das Verkaufsangebot der Winterhorn Gotthard Sportbahnen GmbH gestossen. Der Einstiegspreis für die gesamte Anlage lag dort bei 250'000 Franken. Claus Dangel, Geschäftsführer der Winterhorn-Anlagen, bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte. Bis der Verkaufsvertrag unterschrieben ist, will Dangel aber den Namen des neuen Investors geheim behalten. Ebenfalls, wie viel dieser letztlich für die ganze Anlage bezahlen wird.
Das Skigebiet Winterhorn war bis Freitagnachmittag, 14.35 Uhr, auf der Auktionsplattform ricardo.ch zum Verkauf angeboten. Dadurch wollte Claus Dangel einen geeigneten Investoren für das defizitäre Skigebiet suchen. Denn Hoffnungen, dass der ägyptische Investor Samih Sawiris ins Geschäft einsteigen würde, hatten sich zerschlagen. Die Anlage ist heute mit rund 150'000 Franken verschuldet. Letzten Winter wurde die Anlage gar nicht in Betrieb genommen. Rund 100'000 Franken braucht es zudem als Startkapital für die Inbetriebnahme der Bahn, deren Konzession bis 2011 läuft.
Auf ricardo.ch stiess das aussergewönliche Angebot auf grosses Interessse: Insgesamt 55'000 Klicks soll es verzeichnet haben. Nicht nur aus der Schweiz, auch aus Deutschland und Russland meldeten sich am Kauf interessierte Unternehmen und Privatpersonen. Das gesamte Angebot umfasst Sessellift, Schlepplift, Restaurant, Après-Ski-Blockhaus und Talstation mit Land. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe zwischen 1453 und 2460 Metern über Meer. Dangel zeigte sich überzeugt, dass die Bahnen im Skigebiet Winterhorn nächsten Winter wieder laufen werden. Er geht davon aus, dass bis Anfang August die Kaufverträge unterschrieben sein sollten.

