22.06.2018

Swissfundraising

Sozialwerke Pfarrer Sieber doppelt ausgezeichnet

Über 280 Teilnehmende haben sich am SwissFundraisingDay 2018 im Kursaal in Bern für ihre Arbeit im Alltag inspirieren lassen.
Swissfundraising: Sozialwerke Pfarrer Sieber doppelt ausgezeichnet
Freuen sich über den Swissfundraising Award «Franca» 2018: Hansueli Gujer (Sozialwerke Pfarrer Sieber, «Aktion des Jahres» und «Publikumspreis») und Regula Muralt (MS-Gesellschaft, «Innovation des Jahres»). (Bild: zVg.)

Die Swissfundraising Awards wurden bereits zum fünften Mal verliehen. Ins Finale schafften es diesmal je zwei Eingaben pro Kategorie: Die Sozialwerke Pfarrer Sieber und die Heilsarmee bei der «Aktion des Jahres» und die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft sowie Helvetas bei der «Innovation des Jahres». Bei beiden Kategorien kürte die Jury – bestehend aus Odilo Noti, Marita Haibach, Heinz Schopfer und Florina Brunner – einen Sieger. Das Publikum war aufgerufen, vor Ort aus allen vier Finalisten den Gewinner des Publikumspreises zu küren, wie es in einer Mitteilung heisst.

Bei der «Aktion des Jahres» gewannen die Sozialwerke Pfarrer Sieber ebenso wie beim Publikumspreis. Unter dem Titel «Wohnen an Toplage» kreierte die NPO eine Guerilla-Aktion mit Kreidebotschaften und Kartonschildern, abgebildet in den Sozialen Medien, verschafft den Obdachlosen eine Stimme (persoenlich.com berichtete). Dies dient zur Sensibilisierung als kommunikative Rampe für das Kernelement, der Direct-Mailing-Aktion: Handgeschriebene Hinweise auf den Kuverts sowie zerknüllte Umschläge verbesserten die Öffnungsrate. Radiointerviews mit Obdachlosen, Spots, Inserate und Beilagen in Printmedien wirkten als audiovisuelle Verstärker der crossmedialen Kampagne.

Aus Sicht der Jury überzeugt die Guerilla-Aktion, weil sie es geschafft hat, dass in den Medien und in Bevölkerung über das Thema Obdachlosigkeit diskutiert wurde. Diese Sensibilisierung und Reichweite bildeten die Grundlage für ein erfolgreiches Direct Mailing. Die gesamte, crossmedial integrierte Aktion war mit 1,5 Millionen Spendeneinnahmen auch finanziell äusserst erfolgreich, wie es weiter heisst.

MS-Gesellschaft mit Innovation des Jahres

Am Welt MS-Tag formte die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft in sieben Schweizer Städten zeitgleich Buchstaben aus Menschen. Diese regional verteilten Aktionen wurden live mittels Mobile-Technik nach Zürich übertragen und bildeten dort auf sieben Screens die Botschaft: «Signal!» Das Krankheitsbild MS ist unmittelbar mit dem Thema «Wenn Signale gestört werden», verbunden, weil Signale des Gehirns nicht mehr in den Nerven ankommen.

Die Jury zeichnete diese Innovation aus, weil sich die Signal-Aktion neuester Mobilfunktechnik bediente, die noch vor wenigen Jahren gar nicht möglich gewesen wäre. Die Aktion generierte via Social Media Aufmerksamkeit und sensibilisierte für das Thema MS, so dass im wahrsten Sinn des Wortes ein «Signal» gesetzt werden konnte – und zwar nicht nur nach aussen, sondern auch nach innen, indem die Regionalgruppen ein wichtiges Element der Aktion bildeten. Die Innovation hat damit auch die MS-Community gestärkt. (pd/cbe)

 


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