13.10.2010

eGovernment

Stadt St. Gallen setzt auf "Social Media"

Stammtischgespräche auf mysg.ch.

St. Gallen setzt als erste Schweizer Stadt auf "Social Media": Die Internet-Plattform www.mysg.ch bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, Informationen und Meinungen auszutauschen oder Bilder und Videos zu veröffentlichen. www.mysg.ch ist seit der Olma-Eröffnung aufgeschaltet. Die Plattform werde bereits rege genutzt, freute sich der städtische Informatik-Chef Hans Vetsch am Montag an einer Medienorientierung. Das Projekt sei sehr gut angelaufen.

Zu den Nutzern gehört auch Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Er finde es spannend, was sich auf mysg.ch entwickle, sagte Scheitlin. Die Plattform, eine Art elektronischer Stammtisch, vergleichbar mit Facebook, wird von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Inhalte stammen aber nicht von der Verwaltung, sondern von der Bevölkerung.

Events, Fotos, Diskussionsforen

Das können Veranstaltungs-Tipps, Olma-Fotos oder ein Diskussions-Forum zur Sanierung der AFG-Arena sein. Illegale oder anstössige Beiträge werden allerdings umgehend gelöscht. Für die Überwachung von mysg.ch ist der Leiter der Fachstelle Kommunikation, Urs Weishaupt, zuständig. www.mysg.ch läuft vorerst versuchsweise. Die Stadt hat eine bestehende Software gemietet und angepasst, wie Hans Vetsch sagte. Entwicklungskosten habe es nicht gegeben.

Mehr eGovernment

Neben dem sozialen Netzwerk mysg.ch forciert die Stadt auch das eGovernment, also die elektronische Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern. So wurden 170 Formulare digitalisiert. Auf diese Weise lassen sich viele Geschäfte rund um die Uhr via Internet erledigen. Der Gang ins Rathaus erübrigt sich. Diese Angebote werden laut Thomas Scheitlin in nächster Zeit noch ausgebaut. Geplant ist zum Beispiel, dass Parkkarten online gelöst, Schulräume und Sportanlagen reserviert oder Einbürgerungsgesuche per Internet eingereicht werden können. (sda)


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