«Wir verzichten nächstes Jahr weitgehend auf TV und Print, wenn wir in unserer Kommunikation unmittelbare Verkaufsziele verfolgen. Stattdessen setzen wir stark auf Out of Home und die digitalen Disziplinen», mit diesen Worten hatte der neue Marketingkommunikationschef der Swisscom die Branche in Aufruhr versetzt. Wird Swisscom, die über Admeira gar selber TV-Werbung verkauft, tatsächlich auf dieses Medium verzichten können? Naturgemäss bezweifeln das die TV-Macher.
Tatsache aber ist: In dieser fragmentierten, unübersichtlichen Werbewelt wird es zentral, dass sich Werbetreibende für ihre Kampagnen einen klaren Fokus setzen. Inwiefern hat dabei TV einen Platz? Welches sind die Stärken dieser Gattung? Roger Elsener, Geschäftsführer der TV-Senderfamilie von AZ Medien, ist skeptisch: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nächstes Jahr von Swisscom gar keine TV-Werbung sehen werden». Ähnlich sieht es Dominik Kaiser, CEO 3 Plus Group. Was meinen Michi Frank, CEO von Goldbach Group, und Jann Billeter, Moderator SRF? Warum lohnt es sich für Werbeauftraggeber, auf das Medium Fernsehen zu setzen?
Die TV-Experten wissen aber, dass sie sich anstrengen müssen. Wie wird sich das Fernsehen in den nächsten fünf Jahren verändern? Mit welchen Szenarien rechnen sie?
Die Screen-up fand am Donnerstag zum 19. Mal statt, diesmal in der Samsung Hall in Dübendorf. Angereist waren 1000 Gäste. (eh/cbe)
KOMMENTARE
21.09.2018 09:36 Uhr

