20.09.2018

Screen-up 2018

Was die TV-Schublade hergibt

Die Screen-up vom Donnerstag in Zürich zeigt: Die Schweizer TV-Branche setzt auf Liveformate und Eigenproduktionen. 1000 Gäste liessen sich die wichtigsten Programminhalte für 2019 zeigen.
Screen-up 2018: Was die TV-Schublade hergibt
Hier zeigt die Fernsehbranche was TV kann: Die Screen-up in Dübendorf. (Bilder: persoenlich.com)
von Edith Hollenstein

Die Schweiz spreche nicht genug über die Vorzüge von TV als Werbegattung, schreibt Alexander Duphorn, CEO von Goldbach Media vor Wochenfrist in einem Kommentar auf persoenlich.com/blog. Er reagierte auf den vielbeachteten Entscheid der Swisscom, im nächsten Jahr weitgehend auf TV-Werbung zu verzichten. Duphorn forderte, dass «wir zusammen mit der ganzen Branche endlich ein stärkeres Gattungsmarketing betreiben und die Fakten zur Leistungsstärke von TV liefern, die wir in der Schublade haben».

Was diese Schublade hergibt, zeigte die TV-Branche am Donnerstag an der Screen-up. 1000 Gäste waren in die Samsung Hall in Dübendorf gereist, um sich anzuschauen, was die Schweizer Sender im nächsten Jahr ins TV-Programm stellen.


Wer sich unter den Senderchefs und Aushängeschildern umhörte, realisierte rasch: Der grosse Trend scheinen «Eigenproduktionen» zu sein, also Formate wie «Switzerlands Next Topmodel», «The Voice of Switzerland» oder «Bachelor in Paradise». 3+-Senderchef Dominik Kaiser kündigte an, den Anteil Eigenproduktionen von aktuell 40 auf 50 Prozent erhöhen zu wollen und Roger Elsener, TV-Chef der AZ Medien, sagte am Captain’s Lunch: «1200 Stunden Eigenproduktionen werden wir 2019 machen».




Auch ProSiebenSat1 und RTL sprachen davon: «Eigenproduktionen sind unser Asset für die Zukunft», so Frank Hoffmann, Programmleiter bei RTL.

Nur Ladina Heimgartner hatte eine andere Botschaft. «Relevanz» sei wichtig, ebenso «Qualität». Die SRG-Sender würden noch immer sehr viele Zuschauer erreichen, über die etablierten Sendungen und vor allem auch mit Live-Übertragungen, etwa im Sport. Hier sei auch das sonst oftmals problematische Skipping der Werbung kein Problem. Zudem würden die SRG-Sendungen ein hochwertiges Werbeumfeld darstellen, da es grundsätzlich wenig Werbung und entsprechende Unterbrechungen gebe.



Wie wird sich TV verändern? Mit welchen Szenarien rechnen die Chefs von Goldbach, AZ TV oder 3+? persoenlich.com hat sich umgehört. Die Videoumfrage finden Sie hier.



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