27.02.2008

Schweiz Tourismus

"Tolle Zahlen" präsentiert

Währung, Wetter, Wirtschaft und Werbung als Erfolgsfaktoren.

Die Marketingorganisation Schweiz Tourismus hat am am Mittwoch an ihrer Jahresmedienkonferenz glänzende Zahlen präsentiert. Sie zeigen: Der positive Trend der letzten vier Jahre in der Schweizer Tourismusbranche hält an. Neben den traditionellen Reisemärkten sind neu auch Russland und China als besonders grosse Märkte eingestiegen, und auch aus Indien kommen immer mehr Gäste. Die Fachleute rechnen mit einem langfristigen Besucherpotenzial von einer Million Menschen aus jedem dieser drei Länder. Dasselbe Wachstumspotenzial liege übrigens auch im Reisemarkt Spanien, sagte Schmid. Die bisher eher im eigenen Land reisenden Spanier "entdecken die Auslandreisen".

Deutlich weniger Besucherinnen und Besucher (- 40 Prozent) kamen dagegen aus Japan in die Schweiz. Dies liege nicht zuletzt daran, dass sich nach der Öffnung Chinas für die Japaner zahlreiche Reisemärkte "vor der eigenen Haustür" anböten, wie Schweiz Tourismus-Direktor Jürg Schmid vor den Medien in Zürich erklärte. Noch nicht erholt hat sich laut Schmid der Besucherzuspruch aus den USA. Er liege noch immer um 20 Prozent unter dem Niveau vor den Terroranschlägen vom 11.9.2001.

Mit Abstand der wichtigste und grösste Reisemarkt ist Deutschland. Reisende aus dem nördlichen Nachbarland der Schweiz verbrachten 2007 16,7 Prozent aller Logiernächte in der Schweiz. Fast jeder dritte ausländische Besucher kam aus Deutschland. Die Touristiker hätten deshalb allen Grund für den Euro-Slogan "Ich freue mich auf die Deutschen", sagte Schmid. Übrigens seien die Deutschen nicht nur in der Schweiz sondern weltweit am reisefreudigsten.

Graubünden wichtigste Tourismusregion

Die wichtigste Schweizer Tourismusregion ist der Kanton Graubünden mit fast 6 Millionen Logiernächten im vergangenen Jahr, wie Anja Simma vom Bundesamt für Statistik ausführte. Immer beliebter werden aber auch Städte. In Genf und Zürich sei die Auslastung der Hotelzimmer heute schon sehr gut. Mittelfristig werde man hier an Grenzen stossen.

Als wichtigste Erfolgsfaktoren für den Tourismus nannte Schmid von Schweiz Tourismus die "4 W": Währung, Wetter, Wirtschaft, Werbung. Zentral sei ein starker Euro. Eine kräftige Weltwirtschaft und gutes Wetter seien ebenfalls sehr wichtig. Unabdingbar sei zudem, dass die Branche in der Werbung geschlossen auftrete.

Besondere Möglichkeiten sieht Schweiz Tourismus im kommenden Sommer im Zusammenhang mit der Euro 2008. Kernaussage der speziell darauf ausgerichteten Werbung: Das Reiseland Schweiz ist zu schön, um den Sommer ausschliesslich in Fussballstadien zu verbringen. eine Vielzahl von Angeboten will Fussballfans eine Verlängerung ihres Aufenthalts schmackhaft machen. (sda)

Schweiz Tourismus-Direktor Jürg Schmid am Mittwoch vor den Medien in Zürich.


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