Der belgische Bierbrauer InBev übernimmt den US-Konkurrenten Anheuser-Busch und steigt zum Weltmarktführer auf. Die Belgier zahlen den Anheuser-Aktionären 70 Dollar pro Aktie, was einem Gesamtkaufpreis von rund 50 Mrd. Dollar entspricht, wie die Unternehmen am Montag in New York mitteilten. Der neue Konzern, der Anheuser-Bush InBev heissen wird, soll von Managern beider Unternehmen geführt werden.
Die Konzerne erwarten durch die Fusion bis 2011 Synergieeffekte von mindestens 1,5 Mrd. Dollar. InBev, die Marken wie Beck's, Franziskaner, Löwenbräu und Diebels vertreibt, würde durch den Zusammenschluss den bisherigen Branchenführer SABMiller aus Grossbritannien als Branchenführer überholen. Die Aktionäre und die Wettbewerbsbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen. Die Führung von Anheuser-Busch hatte sich gegen die Übernahme lange gewehrt und InBevs Angebot von zunächst 65 Dollar je Aktie als zu niedrig bezeichnet. (sda)

