30.06.2008

ZenithOptimedia

Unsichere Konjunktur bremst westliche Werbemärkte

Internet boomt weltweit als Werbemedium.

Die Werbemärkte in Westeuropa und Nordamerika entwickeln sich durch die Auswirkungen der Kreditkrise und die anziehenden Energie- und Rohstoffpreise weiterhin gebremst. Zu diesem Schluss kommt die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia anhand der Ergebnisse der aktuellen Studie "Advertising Expenditure Forecast". ZenithOptimedia erstellt die Forecasts vierteljährlich.

So werden laut Studie in Westeuropa die Ausgaben in Werbung dieses Jahr nur um 3,7 Prozent ansteigen, statt, wie im März prognostiziert, um 3,9 Prozent. Die Werbeinvestitionen in Nordamerika klettern im laufenden Jahr um 3,5 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als im März angenommen. Der weltweite Werbemarkt entwickelt sich 2008 mit 6,6 Prozent etwas stärker als im März mit 6,5 Prozent prognostiziert, laut ZenithOptimedia massgeblich beeinflusst durch das überdurchschnittlich starke Wachstum sich entwickelnder Märkte wie China und Russland.

Wenn auch leicht gebremst, werden gemäss Prognose in Westeuropa die Werbeinvestitionen bis 2010 weiter zunehmen. Grund sei der weiterhin anhaltende Boom des Internets als Werbemedium. ZenithOptimedia geht für 2009 von einem Gesamtwachstum der westeuropäischen Werbeinvestitionen um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, für 2010 um 4,6 Prozent.

Weltweit boome das Internet als Werbemedium weiterhin und profitiere von der gedämpften konjunkturellen Entwicklung in Nordamerika und Westeuropa. Erstmals in seiner Geschichte erreicht laut Studie das Internet als Werbemedium 2008 einen zweistelligen Marktanteil: Im laufenden Jahr werden 10,2 Prozent der weltweiten Werbespendings in das World Wide Web fliessen.

Ursprünglich war der Sprung über die 10-Prozent-Marke erst für 2009 prognostiziert. Bis 2010 erreicht das Internet dann gemäss Prognose einen weltweiten Marktanteil von 13,6 Prozent, während die Investitionen in alle anderen Medien -- ausser den Outdoor-Medien -- sinken.


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