Die Schweizer Hotellerie hat im vergangenen Jahr ihren Höhenflug aus dem Vorjahr fortgesetzt. Die Hotelübernachtungen kletterten 2018 um 3,8 Prozent auf 38,8 Millionen. Auch im Dezember ging es um 3,6 Prozent auf 2,73 Millionen nach oben.
Die aktuelle Erholung ist laut Schweiz Tourismus allerdings bloss ein erster Schritt auf dem Weg zurück zu den starken Jahren. Im Schweizer Berggebiet fehlten im Vergleich zu 2008 nach wie vor 43 Prozent der Hotelübernachtungen aus Europa, teilte der Branchenverband am Dienstag anlässlich seiner Jahresmedienkonferenz mit. In den letzten Jahren hatte der Schweizer Tourismus insbesondere unter dem starken Franken gelitten, der Ferien hierzulande für Europäer verteuerte.
Schweiz Tourismus betonte, es seien weiter «massive» Marketing-Anstrengungen nötig. Der Branchenverband möchte dafür mehr Geld vom Bund. Der Bundesrat hat dem Parlament vorgeschlagen, Schweiz Tourismus während der nächsten Legislaturperiode mit jährlich 55 Millionen Franken zu unterstützen. Die Branche will das Parlament überzeugen, diesen Betrag auf 60 Millionen aufzustocken. Der Bund steuert rund 56 Prozent zum Verbandsbudget bei.
Erschliessung der digitalen Dimension
Das Wachstum sollte sich 2019 in allen Märkten des Schweizer Tourismusmarketings fortsetzen. Schweiz Tourismus erwartet insgesamt eine Zunahme der Hotellogiernächte um 2,8 Prozent. Anstatt breite Massenwerbung setzt die nationale Marketingorganisation mehr denn je auf massgeschneidertes Präzisionsmarketing, damit schweiz-affine Zielgruppen spezifisch identifiziert und angesprochen werden können.
Hinzu kommt laut Mitteilung die neue digitale Dimension des Tourismusmarketings: Nicht nur die Destinations-Website MySwitzerland.com erhalte ein komplett neues Gesicht. Auch Instrumente wie Augmented Reality, Virtual Reality und Artificial Intelligence werde Schweiz Tourismus gemeinsam mit der Branche testen und einsetzen. (awp/sda/pd/cbe)

