Der Ringier Verlag verkauft seinen 48-Prozent-Anteil an der AIO Group an den Mehrheitsaktionär Deutsche Entertainment AG (DEAG). Ringier ist damit nicht mehr an der Good News Productions beteiligt, behält aber das Festival Moon & Stars in Locarno. Künftig wolle man sich auf bisherige, sowie neue Events der Energy Gruppe beschränken, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Davon ausgenommen bleibt das Festival Moon & Stars in Locarno im Tessin, welches neu direkt vom Unternehmen in Zürich geführt wird.
Der Verlag fokussiert im Entertainment-Bereich ab 2014 noch stärker auf die Events der Energy Gruppe. Zum einen auf die bisherigen Anlässe wie Energy Stars For Free,
Energy Movie Night, die Energy Live Sessions und die Energy Fashion Night.
Neu vorgesehen für 2014 ist ein grosses Sommer-Open Air sowie einen Indoor-Musik-Event im Stil von Energy Stars For Free in der Westschweiz. Ab 2015 werde nochmals ein Event mit Charity-Charakter dazu kommen.
(pd)
Michael Voss, COO von Ringier, zu den Veränderungen im Entertainment-Bereich:
Herr Voss, am Mittwoch wurde bekannt, dass Ringier seine Anteile am Konzertveranstalter Good News verkauft. Wieso?
Ringier hat seine Minderheits-Anteile an der AIO Group AG - zu welcher unter anderem auch Good News Productions gehört - verkauft, korrekt. Dies, weil Ringier Entertainment ab 2014 noch stärker auf bisherige sowie neue Events der Energy Gruppe, auf das Festival Moon & Stars sowie die Konzerte von The Classical Company fokussieren wird. Die Bereinigung der Aktionärsstruktur in der AIO Group AG - der bisherige Mehrheitsaktionär Deutsche Entertainment AG, DEAG, wird nun Alleinaktionär - unterstützt natürlich schnellere Entscheidungswege. Die DEAG wird ihr internationales Know how noch stärker einbringen und die erfolgreiche Unternehmensentwicklung fortsetzen können. Das Unternehmen wird mit einer klaren, eindeutigen Handschrift geführt werden können.
Verliert der Entertainment-Zweig von Ringier nun an Bedeutung oder ist der Konzertmarkt einfach zu unsicher?
Ganz im Gegenteil: Ringier Entertainment setzt auch weiterhin auf organisches Wachstum. Der Bereich Live Events wird mit den neuen, zusätzlichen Anlässen der Energy Gruppe und der Expansion in die Romandie verstärkt. Ringier Entertainment vereint starke brands wie Ticketcorner, Infront Ringier und Energy unter einem Dach - und alle Bereiche weisen ein erfreuliches Wachstum aus und sind überaus innovativ.
André Béchir, einst starker Mann bei Good News, mischt mit seiner neuen Firma ABC Productions fleissig im Konzertgeschäft mit. Ohne seine Kontakte scheint wenig möglich. Wie wichtig ist er als Ansprechpartner für Ringier?
André Béchir hat bei Good News einen sehr guten Job gemacht - das macht er nun auch mit seiner eigenen Firma abc Production AG.
Welche Ziele hat sich Ringier im Entertainment-Bereich für 2014 gesteckt?
Energy wird nebst den etablierten Events mit den geplanten, neuen Anlässen weiter wachsen. Auch Ticketcorner bleibt ein starkes Standbein mit hervorragenden Chancen, weitere, neue Kunden zu gewinnen. Infront Ringier war 2013 sehr erfolgreich mit dem Aufbau des neuen Swiss Icehockey Cup, welcher 2014 gestartet werden wird. Dazu kommen neu auch Lauf-Events und die Vorbereitungen auf die Tour de Suisse 2015 sind ebenfalls intensiver geworden.
Laut Pressemitteilung sind ein grosses Sommer-Open Air sowie einen Indoor-Musik-Event im Stil von Energy Stars For Free in der Westschweiz vorgesehen. Können Sie dazu schon mehr sagen? Wo soll dieses Open Air stattfinden? Auf welches Zielpublikum ist es ausgerichtet?
Wir werden zu gegebenem Zeitpunkt gerne detaillierter dazu informieren.
Werden Sie eigentlich auch weiterhin "Rundum-sorglos-Pakete" anbieten?
Das Zusammenspiel über die drei strategischen Säulen bei Ringier hinweg - Publishing, Entertainment, Digital - wird immer wichtiger. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die Erweiterung der erfolgreichen Marke "LandLiebe" vom Publishing in den Entertainment-Bereich: Seit anfangs Dezember gibt es LandLiebe Radio auf DAB + und Online - und im Frühjahr startet LandLiebe TV.
Interview: Adrian Schräder/Bild Pressehaus Ringier: Keystone

