Eine Teenagerin zieht derzeit die Augen der US-Golf-Community und zahlreicher Werber auf sich. Die 15-jährige Michelle Wie (Bild) kam zwar nicht über die Ausscheidung bei den "John Deere Classic" hinaus und konnte sich auch nicht für das Masters im nächsten Jahr qualifizieren, sie unterscheidet sich laut New York Times jedoch deutlich von den anderen. Ausschlaggebend hierfür seien ihr Talent, ihre Persönlichkeit und hauptsächlich ihr Willen, sich mit der männlichen Konkurrenz zu messen. Werber und TV-Experten sehen bei ihr das Potenzial, nach außen hin als neues Aushängeschild das Interesse am Golf-Sport zu steigern.
Der Golf-Spielerin selbst stehen Sponsoring-Verträge bevor, die sie in eine Liga mit den Tennis-Stars Maria Sharapova und Serena Williams katapultieren können. Die Tennisspielerinnen erwirtschaften jährliche Einnahmen in der Höhe von 20 Millionen Dollar. Voraussetzung für den wirklichen Durchbruch von Wie ist laut NJT das Überstehen einer Ausscheidung bei einem PGA-Turnier. Mit ihren Erfolgen könnte sie dann ideal junge Frauen und auch Mädchen als werberelevante Zielgruppen erreichen.
Wie habe das dafür notwendige Alter und der Wettkampf mit Männern kann für viele andere Frauen inspirierend wirken, meinen Experten. Weibliche Einzelsportler ziehen in der Regel auch mehr Aufmerksamkeit auf sich als Frauen-Mannschaften. Golf würde sich zusätzlich für Marketing-Aktivitäten eignen, da die Zielgruppe mehr Geld zur Verfügung hat und die Karrieren der Golf-Spieler in der Regel länger dauern.
Als Beispiel für eine Traumlaufbahn und Rekord-Einkünfte dient Tiger Woods, der seit 1996 bei der PGA-Tour spielt und noch im selben Jahr einen 40-Millionen-Dollar-Deal mit Nike an Land zog. Nach dem Sieg beim Masters im Jahr 1997 unterschrieb er noch einen Vertrag mit American Express für 13 Millionen Dollar und einen mit dem Uhrenhersteller Rolex um sieben Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr konnte Woods sogar Andre Agassi überholen und 44,5 MillionenDollar durch Sponsorverträge verdienen.
Ein weibliches Pendant zu den Werbe-Millionen von Woods gibt es aber bereits. Sie heisst Annika Sorenstam und spielt in der LPGA. Sponsoring-Verträge hat sie mit Mercedes Benz, Oakley sowie mit Rolex abgeschlossen. Sorenstam verdiente im vergangenen Jahr 7,3 Millionen Dollar mit Sponsorengeldern und belegt damit in der Forbes-Rangliste den dritten Platz unter den weiblichen Athleten.

