Werbung am Handy wird die weltweite Marketing-Landschaft in Zukunft deutlich prägnanter zeichnen als bisher. Branchenvertreter der Top-Telekommunikationskonzerne und Werbespezialisten kommen im Rahmen der diesjährigen Mobilfunkschau CTIA Wireless in Las Vegas zu dieser vorherrschenden und einhelligen Ansicht. US-amerikanische Konsumenten seien nach einigen für die Handywerbung trockenen Jahren mobilen Anzeigen gegenüber aufgeschlossener und toleranter, lautet der Tenor.
Neue Applikationen wie beispielsweise Handy-Browser, die die Nutzung des mobilen Internets unterstützen, fördern in den USA den Werbemarkt zusätzlich. "Die Marken geben deutlich mehr in dem Bereich aus, weil die Mobilität einen Dialog zulässt", verweist Laura Marriott, Präsidentin der Handelsgruppe Mobile Marketing Association, im Rahmen der CTIA Wireless auf das rapide Wachstum der Branche. Trotzdem erweist sich der Markt derzeit auch in den USA noch als relativ klein. Rund 200 Mio. Internetnutzern stehen hier lediglich 37 Mio. Mobil-Surfer gegenüber. Der einsetzende direkte Support des Webs durch Werbung am Handy trage aber zu einer höheren Akzeptanz unter den Verbrauchern bei. (pte)
Im Gegensatz dazu lehnt in Deutschland die Mehrheit der Verbraucher die oftmals unerwünschte Kommunikationsform weiterhin ab, wie das Marktforschungsinstitut Imas International analysiert. "Die Werbeformen werden als nervig empfunden, da der Nutzer gezwungenermassen darauf reagieren muss und sich nicht dagegen erwehren kann", erläutert Niels Wettemann, Senior Project Manager bei Imas International. Satte 72 Prozent der deutschen Handy-Nutzer würden den Werbekanal für störend halten.

