11.10.2010

GDI

Wikipedia-Begründer erhält Gottlieb Duttweiler Preis

Roger de Weck hält Laudatio für Jimmy Wales.

Der Gottlieb Duttweiler Preis 2011 geht an Jimmy Wales, Begründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Wales erhält die Auszeichnung für seine Verdienste um die Demokratisierung des Wissenszugangs, wie es in einer Mitteilung des GDI heisst. Jimmy Wales habe es in knapp einem Jahrzehnt geschafft, ein weltumspannendes Wissensnetz aufzubauen. Seine auf Internet unentgeltlich zugängliche Online- Enzyklopädie Wikipedia ist zum Symbol geworden für einen Umbruch in der Medienwirtschaft, schreibt das Institut weiter.

Zudem habe sie den Zugang zu Wissen als wichtigste Ressource des Menschen revolutioniert und so zur Wissensdemokratisierung beigetragen. Dank ihrer Unabhängigkeit und Neutralität geniesse Wikipedia grosse Akzeptanz und Glaubwürdigkeit. Ihr Pionier Wales suche nicht Geld oder Ruhm, sondern wolle Wissen teilen und weitergeben.

Der politisch unabhängige Gottlieb Duttweiler Preis wird in unregelmässigen Abständen an Personen verliehen, die sich mit hervorragenden Leistungen für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Frühere Preisträger waren unter anderen alt UNO-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger Kofi A. Annan, der damalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer und der tschechoslowakische Präsident Václav Havel. Mit Jimmy Wales geht der Preis gemäss dem GDI erneut an einen Vordenker, der vom Guten im Menschen ausgeht.

Die Übergabe der mit 100 000 Franken dotierten Auszeichnung findet am 26. Januar 2011 im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon bei Zürich vor geladenen Gästen statt. Roger de Weck, designierter Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR, wird den Preisträger würdigen.


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