21.09.2018

SRG

100 Jahre Knie in dreistündiger Dokufiktion

2019 feiert der Nationalcircus das 100-Jahr-Jubiläum. Dies wird mit einem nationalen Fernsehprojekt gewürdigt.
SRG: 100 Jahre Knie in dreistündiger Dokufiktion
Das Keyvisual zu «Dynastie Knie - 100 Jahre Nationalcircus». (Bild: SRF)

«Dynastie Knie – 100 Jahre Nationalcircus»: Zur 100-jährigen Geschichte des Nationalcircus Knie realisieren SRF, RTS, RSI und RTR ein nationales Fernsehprojekt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die zweiteilige Familiensaga à jeweils 90 Minuten ist ein Format, welches sich aus fiktionalen und dokumentarischen Teilen sowie Archivaufnahmen zusammensetzt und als Einheit über 100 Jahre Familiengeschichte konzipiert ist. Die Ausstrahlung des Zweiteilers «Dynastie Knie – 100 Jahre Nationalcircus» erfolgt voraussichtlich im Herbst 2019.

Die 180-minütige Dokufiktion über 100 Jahre Schweizer Nationalcircus ist eine Zusammenarbeit von SRF Factual Entertainment, RTS, RSI, RTR, Tellfilm und B&B Endemol Shine. (pd/cbe)

 


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KOMMENTARE

Barbara Hueppi
23.09.2018 23:11 Uhr
Obwohl sich der Zirkus Knie "Nationalcircus" nennt, ist er kein staatliches oder öffentlich-rechtliches Unternehmen. Wie der Schreiber oben schreibt, ist der Knie ein rein gewinnorientiertes Privatunternehmen. Für alle anderen Schweizer Zirkusunternehmen, die zum Teil ebenso eine Tradition vorweisen können wie der Knie, ist das Business ein harter Konkurrenzkampf. Nicht so für den Zirkus Knie: Der hat seine Gratiswerbung dank den nationalen Medien für sicher, und was vor allem ärgert: dieser Knie-Werbespot wird mit Gebührengeldern finanziert (!!!). So eine 180-minütige Dokufiktion kostet bestimmt ein paar Hunderttausend Franken. Wie wäre es, wenn das Schweizer Fernsehen noch weitere solche Dokufiktionen produzieren würde? Stoff gäbe es genügend: Ein Film über die Familien Sprüngli, Jelmoli, Lindt oder Loeb? Ein Film über die Maus Frères (Manor), über Mövenpick oder Nestlé? Über die Wander-Dynastie mit ihren Ovomaltine-Produkten? Auch die HUG-Bäckerei, die GERBER-Chäsli-Käserei oder die Kägi-Fret-Produzenten würde sich über eine solche Dokufiktion - für einen solch grosszügigen Gratis-Werbespot - freuen. Ja, und mein Coiffeur hätte auch mal gerne einen Werbespot über sich im Fernsehen, den die Gebührenzahler finanzieren.
Peter Kläui
23.09.2018 09:50 Uhr
Bravo Stefan Siegrist!! Endlich jemand der den Mut hat, zu schreiben was Sache ist. Die Knie's werden hierzulande wie Heilige behandelt. Dazu haben die Millionäre noch die Arroganz, ein Crowfunding für ein neues Chapiteau zu starten.
siegrist stefan
21.09.2018 15:20 Uhr
Die Frage ist: ist es erlaubt, dass das nationale, öffentlich-rechtliche Fernsehen einen 180-minütigen Werbespot über ein rein privatwirtschaftlich geführtes, gewinnorientiertes Unternehmen zeigen darf? Zum Knie-Imperium gehört nicht nur der Zirkus, der Kinderzoo, sondern auch die privaten Unterhaltungsunternehmen Salto Natale, Oh-là-là etc. (diese gehören zwar nicht zum Knie, aber deren Unternehmer zur Knie-Familie, und somit ist das auch Werbung für sie). Und wie ungerecht ist das gegenüber all den kleinen Zirkusse (Stey, Royal), die wohl eher ums Überleben kämpfen und keine solche Geldmaschinen sind wie der Knie, der Millionen in die Kassen spült?
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