14.12.2005

Tamedia

20 minutes als Testfeld für das Ausland

Konzernchef Martin Kall über die Zukunftspläne der Tamedia.

Martin Kall, Vorsitzender der Tamedia-Unternehmensleitung, registriert nach dem anhaltenden Rückgang der Stellenanzahl bei der Tamedia seit 2002 erstmals wieder eine positive Entwicklung fest. "Wir hatten gespart, um finanziell wieder gesund zu werden. Aber nicht nur, um ausreichende Renditen zu erwirtschaften, sondern auch, um dann Schritte nach vorne zu machen", so Kall gegenüber dem Medienmagazin Klartext.

Was den Medienraum Westschweiz betrifft, gibt sich der Tamedia-Konzernleiter gegenüber Klartext angriffslustig: In der Romandie interessiere sich Tamedia nicht nur für die Pendlerzeitung, sondern für den gesamten Markt. Hätte Edipresse der 50:50-Lösung mit der Tamedia zugestimmt, wäre es logisch gewesen, sich auf die Pendlerzeitung zu beschränken. "Jetzt sind wir erst mal allein, das hat sicher Nachteile, aber auch den Vorteil: Wir haben mehr Möglichkeiten, uns zu bewegen und weitere Schritte folgen zu lassen.

Dem anfänglichen Widerstand innerhalb der Redaktionen gegen die neuen Arbeitsverträge gewinnt Kall im Rückblick Positives ab. Die Diskussionen hätten dazu beigetragen, dass die harmonisierten Verträge nun eine enorme Zustimmung finden würden. Bereits seien 780 von insgesamt 840 Verträgen unterschrieben, so Kall im Interview mit Klartext. Dies zeige, dass die harmonisierten Verträge enorme Zustimmung gefunden hätten.


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