Orange, die drittgrösste Telekomfirma der Schweiz, setzt zur zweiten Konsolidierungsphase seit dem Markteintritt 1999 an. Nach einem ersten Stellenabbau 2003 sollen bis Ende 2006 weitere 100 der noch 1430 Stellen gestrichen werden.
Ziel sei es, die Unternehmensstrukturen dem härteren Wettbewerbsumfeld anzupassen, teilte Orange am Dienstag mit. Das letzte Jahr sei vom Markteintritt neuer Wettbewerber geprägt gewesen. Zur Erinnerung: 2005 haben die Grossverteiler Migros und Coop sowie die Kabelnetzbetreiberin Cablecom Mobilfunkangebote lanciert und einen Preiskampf bei den Handytarifen ausgelöst.
Zwar sei Orange in dieser Zeit weiterhin überdurchschnittlich gewachsen. So war der Umsatz nach neun Monaten per Ende September 2005 um 5.3 Prozent auf 1.356 Mrd. Fr. gestiegen. Aufgrund der neuen Marktsituation müssten nun aber die inneren Abläufe gestrafft werden.
Vor allem auch Kader betroffen
Betroffen sollen vor allem Kaderpositionen sowie die rückwärtigen Bereiche sein. "In einigen Bereichen streichen wir eine Hierarchiestufe. Einzelne Divisionen werden zusammengelegt, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden", sagte Sprecherin Therese Wenger auf Anfrage.
Alle grossen Orange-Standorte, wie Lausanne (Bussigny und Crissier) Zürich, Biel und Lugano sind betroffen. Hingegen sollen der Kundendienst und die Orange-Läden verschont bleiben.

