Der Schweizerische Verlegerverband ruft die Politik auf, günstige Rahmenbedingungen für die privaten Medienanbieter in der Schweiz zu schaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass diese auch in Zukunft qualitativ hochstehende und vielfältige Medienprodukte anbieten können. Vor allem die Presse erbringt nach Ansicht des Verlegerverbandes für die politische Meinungsbildung einen zentralen Beitrag, welcher durch die gegenwärtige konjunkturelle Lage und die veränderte Marktsituation gefährdet ist.
An seiner jährlichen Klausurtagung hat sich das Präsidium von Schweizer Presse mit den Fragen einer geeigneten Marktordnung für die Schweizer Medienlandschaft beschäftigt. Dabei wurden direkte Förderungen wie etwa eine direkte Presseförderung klar abgelehnt, da dadurch die Unabhängigkeit der Medien tangiert würde. Hingegen werden vorteilhafte Rahmenbedingungen für die freie wirtschaftliche und publizistische Entwicklung begrüsst. Im Rahmen eines medienpolitischen Manifestes wurden sieben konkrete Forderungen aufgestellt. Diese umfassen:
Befreiung von der Mehrwertsteuer für Medienprodukte; Steuerliche Abzugsfähigkeit für Abonnemente von Zeitungen und Zeitschriften; Ausdehnung der bestehenden Vertriebsförderung für ermässigte Posttarife; Wahrung der Werbefreiheit für private Anbieter; Einschränkung der Online-Aktivitäten der SRG und Beibehaltung des Online-Werbeverbots für SRG-Sender; Keine Konkurrenzierung durch Verlegertätigkeit der öffentlichen Hand; Zeitgemässer Schutz der Urheberrechte für publizistische Inhalte und verlegerische Produkte, insbesondere im Online-Bereich

