08.04.2018

Tamedia

Abrechnung digitaler Abos soll simpler werden

Das Zürcher Medienhaus will die Entwicklung im digitalen Vertrieb weiter vorantreiben. Deshalb wird das Team Digital Sales Development personell verstärkt und neu organisiert.
Tamedia: Abrechnung digitaler Abos soll simpler werden
Im vergangenen Jahr führte Tamedia das Modell «Abo+» ein. (Bild: Christian Beck)
von Christian Beck

Tamedia hat die Zahl der digitalen Abonnemente deutlich steigern können. Grund dafür sind Massnahmen wie das Premium-Modell «Abo+» sowie neuer Modelle wie das Mobile Abo oder der digitale Tagespass (persoenlich.com berichtete).

Entwickelt wurden diese Produkte vom Team Digital Sales Development. Dieses Team wurde 2017 neu aufgebaut, um die Entwicklung neuer Produkte und Kompetenzen im digitalen Vertrieb zu beschleunigen. 15 Personen umfasst das Team – nun sollen noch drei weitere Personen hinzukommen. So sucht Tamedia per Stelleninserate nach einem «Product Owner Aboshop Bezahlmedien», einem «Product Owner Marketing Automation» sowie einem «Head Product Owner E-Commerce Bezahlmedien».

Checkout-Prozess vereinfachen

Trotz Absatzsteigerung bei den digitalen Abos: «Was noch fehlt, ist eine spürbare Verbesserung in der Abrechnung digitaler Angebote, so beispielsweise die Vereinfachung des Checkout-Prozesses oder der Einsatz von neuen Zahlungsmitteln und -modellen», sagt Kommunikationschef Christoph Zimmer auf Anfrage von persoenlich.com. Das sei der Grund, weshalb das Team nun ausgebaut und neu organisiert werde, bestätigt er.

«Ein Team wird sich auf die Weiterentwicklung der News-Plattformen fokussieren, ein Team auf die Zeitschriften, und ein neues Team wird die Verantwortung für den Aboshop übernehmen und die digitale Marketing-Tools weiterentwickeln.» Das Ziel müsse sein, so Zimmer, «dem richtigen Kunden zum richtigen Zeitpunkt ein gutes Angebot» zu machen, damit Tamedia von der steigenden Zahlungsbereitschaft im digitalen Umfeld profitieren könne.

Digitalangebot

Dass die digitalen Aktivitäten an Bedeutung gewonnen haben, zeigte sich in der Jahresbilanz 2017. Zwischen Januar und Dezember 2017 stieg die Zahl der Digitalabos von 35'506 auf 55'508 (siehe Grafik). Die Tendenz der letzten Jahre müsse sich so fortsetzen, sagte Konzernchef Christoph Tonini im März.

 



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