27.06.2003

APF

Abteilung Presse und Funkspruch wird aufgelöst

Zivile Medien erfüllen den gleichen Dienst.

Die Medien können ihre Informationsaufgabe in allen Krisenlagen erfüllen. Der Bundesrat will deshalb die im Zweiten Weltkrieg gegründete Abteilung Presse und Funkspruch (APF) mit ihren rund 2000 Armeeangehörigen auflösen. Wie die Bundeskanzlei und das Verteidigungsdepartement (VBS) am Freitag mitteilten, ist es nicht mehr nötig, die Information in Krisenlagen durch militärische Stäbe zu unterstützen. Deshalb könne auf die APF und auf den Stab Bundesrats-Informations-Zentrale verzichtet werden.

Der Bundesrat hat in Erfüllung eines Postulates von Nationalrat Erich Müller (FDP/ZH) in einer Studie festgestellt, dass die zivilen Medien ihre Funktion in allen denkbaren Krisensituationen weiter erfüllen können. Deshalb könnten die APF und das Informationsregiment 1 "mittelfristig" aufgelöst werden. Vorgängig sei aber mit Leistungsvereinbarungen mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) und der Swissccom sicherzustellen, dass sich der Bundesrat jederzeit an die Bevölkerung aller Landesteile wenden kann.


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