Das Zeitungssterben in der Schweiz geht weiter. Im Jahr 2003 sind acht Zeitungstitel verschwunden. Es verbleiben 216 Einzel- und Regionaltitel. Die Gesamtauflage ist unter vier Millionen gesunken. Das ist der tiefste Stand seit zehn Jahren.
Sechs Mal pro Woche erscheinen noch 90 (Vorjahr 91) Titel, wie der Verband Schweizer Presse in seiner jüngsten Ausgabe des Newsletters "Flash" schreibt. Auf nur noch 77 (83) Titel gesunken ist die Zahl der Blätter, die einmal pro Woche erscheinen. Noch 1995 waren 257 Einzel- und Regionaltitel in der Schweiz erschienen. Deren Zahl sank in der Folge kontinuierlich. Im Jahr 2002 war die Zahl mit 224 erstmals seit langem wieder stabil geblieben, wie der Statistik weiter zu entnehmen ist.
Seine Produktion eingestellt hat per Ende 2003 der Anzeiger am Rhein. Der Bote vom Untersee übernimmt unter dem neuen Namen Bote vom Untersee und Rhein die Aufgaben einer Lokalzeitung im Bezirk Diessenhofen. Der Willisauer Bote plant, ab Mitte Mai 2004 nur noch zweimal (bisher dreimal) pro Woche zu erscheinen. Nach mehr als 136 Jahren aus der Zeitungslandschaft verschwunden ist bereits seit Ende 2002 die Weinländer Zeitung. Das gilt auch für die Chronique de Pully-Lavaux. Mitte Januar 2003 wurde die Regionalausgabe Giornale di Locarno in die Stammausgabe des Giornale del Popolo integriert.
Am 22. Juni 2003 wurde die letzte Ausgabe der zweiten Westschweizer Sonntagszeitung dimanche.ch publiziert. Es folgte der Wolhuser Bote, der am 5. September letztmals an die Leserschaft gelangte. Zwei Zeitungen erscheinen neu weniger als einmal wöchentlich: Il Lavoro und Journal de l'Ouest. Der Courrier de la Vallée de Tavannes fusionierte mit Le Progrès -- L'Echo du Jura zu Le Progrès/Courrier Tavannes.

