21.08.2009

Publikumsrat

Alpenfestung blieb an der Oberfläche hängen

Längere Sendezeit für künftige Living-History-Projekte.

Das Living-History-Projekt "Alpenfestung - Leben im Réduit" des Schweizer Fernsehens (SF) ist vom Publikumsrat als "interessant und handwerklich gut umgesetzt" beurteilt worden. Konzeptionell seien aber die Grenzen eines solchen Projektes sichtbar geworden. Geschätzt hat der Publikumsrat insbesondere das Angebot zur Einführung ins Thema und zum Begleitprogramm. Die SF-Verantwortlichen werden ermuntert, sich auch künftig an Living-History-Projekte heranzuwagen. Allein mit Dokumentarsendungen und -filmen könne kaum das selbe Publikumsinteresse erreicht werden, heisst es in der Mitteilung vom Freitag.

Nach Ansicht einiger Mitglieder des Publikumsrats reichte die tägliche Berichterstattung von knapp 20 Minuten kaum aus, um über die Geschehnisse des Tages zu berichten und diese in einen grösseren historischen Zusammenhang einzuordnen. Für ein künftiges Projekt wird deshalb eine längere, beispielsweise 45-minütige Sendezeit angeregt.

Das Projekt sei insbesondere in der Berichterstattung aus der Festung Fürigen an Grenzen gestossen, findet der Publikumsrat. Die "Soldaten" von heute hätten sich in der Festung geistig kaum in die damalige Zeit mit all ihren Bedrohungen, Ängsten und Problemen einfühlen können. Die Berichterstattung sei oft an der Oberfläche stecken geblieben. Der Alltag auf dem Bauernhof ist nach Ansicht des Publikumsrats besser und eindrücklicher geschildert worden als jener im Bunker. (sda)


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