05.09.2025

Medienart

Annabelle passt Struktur und Frequenz an

Das Frauenmagazin reduziert den Publikationsrhythmus von 16 auf 12 Ausgaben pro Jahr. Gleichzeitig werden knapp zwei Vollzeitstellen abgebaut. Jacqueline Krause-Blouin übernimmt ab Januar 2026 die Digital-Leitung. Die Massnahmen sind eine Reaktion auf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld.
Medienart: Annabelle passt Struktur und Frequenz an
Jacqueline Krause-Blouin wird neue Leiterin Digital bei Annabelle und folgt auf die bisherige Co-Leitung. (Bilder: zVg, Archiv)

Das Frauenmagazin Annabelle der Medienart-Gruppe baut Personal ab und passt die Erscheinungsfrequenz an. Wie Mitinhaber Jürg Rykart gegenüber persoenlich.com bestätigte, wird die Redaktion von 24 auf 22 Personen reduziert. Dies entspricht einem Abbau von 1,95 Vollzeitstellen oder rund zehn Prozent.

«Das wirtschaftliche Umfeld ist herausfordernd. In diesem Jahr kamen neue Unsicherheiten dazu, welche uns veranlasst haben, proaktiv Massnahmen für die Zukunft einzuleiten», begründet Rykart die Anpassungen. Die Medienart-Gruppe sei zwar ein erfolgreiches Medienunternehmen, doch «unsere Kostenstruktur müssen wir aber auch den Einnahmen anpassen».

Neu monatlicher Rhythmus

Gleichzeitig wird die Erscheinungsfrequenz von derzeit 16 auf 12 Ausgaben pro Jahr reduziert. «Wir passen die Erscheinungsfrequenz an die veränderten Lesegewohnheiten und Bedürfnisse unserer Leserinnen und Leser an. Dies aufgrund von mehreren Fokusgruppen und einer Onlinebefragung», so Rykart auf Anfrage. Mit dem monatlichen Rhythmus könne man «noch fokussierter auf relevante Themen setzen und gleichzeitig unsere digitalen Angebote weiter ausbauen».

Bei den Werbeeinnahmen rechnet das Unternehmen nicht mit signifikanten Einbussen: «Annabelle bleibt für Werbetreibende immer noch hochattraktiv. In den umsatzstarken Monaten sind wir präsent, Doppelausgaben sind im Winter und Sommer geplant.»

Wechsel in der Digital-Leitung

In der digitalen Sparte kommt es zu Führungswechseln: Die bisherigen Co-Leiterinnen Digital, Marie Hettich und Vanja Kadic, wollten laut Rykart die Co-Leitung abgeben. Dies veranlasste das Unternehmen, die gesamte Struktur zu überprüfen.

Ihre Nachfolge tritt im Januar 2026 Jacqueline Krause-Blouin an, die bereits im Onlineteam tätig ist und als ehemalige Chefredaktorin des Magazins «sehr viel Know-how mitbringt», wie Rykart betont. Ihr Pensum wird erhöht. In Zukunft sollen alle Mitarbeitenden «konvergent arbeiten und denken». Für den Webunterhalt stellt der Verlag zusätzliche Ressourcen zur Verfügung.

Ausserdem wurden laut Rykart zwei der über 250 externen freien Mitarbeitenden gekündigt. Eine davon arbeitete von Deutschland aus als Unterstützung in der Produktion – diese Position ist bereits intern besetzt worden.


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