15.07.2005

Fussball WM

Anspielzeiten bringen Probleme für Zeitungen

Deutsche Verleger monieren.

Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) empfindet es als "Behinderung der Berichterstattung", dass das WM-Logo und das Maskottchen Goleo der Fussball-WM 2006 in Deutschland nicht uneingeschränkt in den Zeitungen erscheinen darf. Auf Beilagen und Frontseiten dürfen sie nicht erscheinen, wie die Mittelland Zeitung berichtet. Die FIFA habe Medienschaffenden ein achtseitiges Dossier über die korrekte Verwendung der Embleme zukommen lassen, Missbräuche würden von der FIFA bekämpft

Grössere Schwierigkeiten bereitet den Verlagshäusern aber die späten Anpfiffzeiten von 28 der insgesamt 64 WM-Partien. Diese sind nämlich auf 21.00 Uhr angesetzt. Den Andruck müssten die Verlage "in die Geisterstunden" verlegen, wenn es zu Verlängerungen und Elfmeterschiessen käme, klagt BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff in der MZ. Dies führe unweigerlich dazu, dass Sonderschichten gefahren und zusätzlichen Vertriebskonzepte erstellt werden müssten.

Auch Auswirkungen in der Schweiz

Die späteren Druckzeiten und kleineren Vertriebsgebiete machen die Situation für die Schweizer Zeitungen zwar nicht ganz so problematisch, Unmut macht sich aber dennoch breit. "Die WM-Anspielzeit um 21 Uhr macht Blick und SonntagsBlick Sorgen", sagt Marcel Siegenthaler, Sportchef der Blick-Gruppe, gegenüber der MZ. Man komme bei wichtigen Spielen nicht um eine teure und aufwändige Vorproduktion herum.


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