Der Tamedia-Edipresse-Deal und die Inseratekrise zwingen regionale Verleger, näher zusammenzurücken. Nach dem Erdbeben in der Medienlandschaft heisst die Devise: Zusammenarbeit um jeden Preis. Die NZZ sucht eine Führungsrolle und macht mittelgrossen Verlagen Avancen, berichtet der "Sonntag". "Die NZZ bietet sich praktisch als einzige valable Kooperationspartnerin an", sagt Albert P. Stäheli, Konzernchef der NZZ-Gruppe. Es müsse im Interesse der Öffentlichkeit, der Politik, des Wettbewerbs und auch im Interesse von Tamedia selber liegen, dass in der Schweiz ein mediales Gegengewicht zur Tamedia bestehen könne, sagt er.
Wen sich Stäheli als Kooperationspartner ins Boot holen möchte, lässt er offen: "Es liegt nicht an mir, über das Kooperationsinteresse anderer Verlage zu spekulieren." Besonders die Südostschweiz aber auch die AZ-Medien sind laut "Sonntag" an einer stärkeren Zusammenarbeit mit der NZZ interessiert. Zusammen mit den Schaffhauser Nachrichten und den zur NZZ zählenden Titeln St. Galler Tagblatt, Neue Luzerner Zeitung und den Zürcher Landzeitungen geht zudem der gemeinsame Internetauftritt News1 an den Start.

