Das langjährige Jugend-TV-Projekt Videogang droht zu scheitern. Wie die jungen Macher in einem Spendenaufruf von Ende letzter Woche schreiben, fehlt dem Projekt das Geld. Die Videogang, eine Sendeformat von Jugendlichen für Jugendliche, existiert seit mittlerweile 14 Jahren. Im letzten Jahr ergab sich ein Verlust von 13'500 Franken. Bisher habe man sich durch Sponsoring über Wasser halten können.
Derzeit sei aber die Auftragslage so schlecht, dass die meisten Kosten nicht mehr gedeckt werden könnten, schreiben die Verantwortlichen. "Die schlechte finanzielle Lage führte auch dazu, dass wir unseren Lehrenden nur noch eine Entlöhnung von 200 Franken ausrichten können. Die Berufsbildner arbeiten ganz unentgeltlich." Das Wasser steht der filmenden Gang bis zum Hals: Im Moment stehen dem Projekt keine flüssigen Mittel mehr zur Verfügung. Deshalb erfolgte nun der Spendenaufruf: "Wir sind dringendst auf Hilfe angewiesen, damit wir das Projekt und auch die bestehenden Lehr- und Praktikumsstellen weiterführen können.
Die Videogang hat sich seit jeher zum Ziel gesetzt über Themen zu berichten, welche Jugendliche bewegen, wie z.B. Übergewicht, Ängste, Sex, Lehrstellennot und dergleichen. Das Projekt wurde einst zum Leben erweckt, um jungen Leuten eine Lehre oder ein Praktikum zu ermöglichen und in die Medienwelt einzuführen. Heute sind vier Lehrlinge und drei Praktikanten bei der Sendung engagiert.

