07.05.2010

"Die Woche"

Aus für Austs Magazin-Projekt

WAZ-Gruppe und Axel Springer springen ab.

Die WAZ-Gruppe und Axel Springer beerdigen nun doch das Magazin-Projekt "Die Woche", das Ex-"Spiegel"-Chefredaktor Stefan Aust entwickelt hatte ("persoenlich.com" berichtete). Als potenzielle Gesellschafter hätten sie sich entschieden, "das Projekt im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld nicht weiterzuverfolgen", teilten die beiden Verlage in einer knappen Pressemitteilung mit, in der immerhin von "einer attraktiven journalistischen Idee" die Rede war. Gemäss dem deutschen Branchendienst gemäss Horizont.net ist aber noch unklar, wie der dritte potenzielle Teilhaber, Verleger Dirk Ippen ("Münchner Merkur", "Hessische/Niedersächsische Allgemeine") zu der Entscheidung steht.

Dieser hatte offenbar kürzlich ebenfalls Interesse am Projekt angemeldet, Gerüchten zu folge wollte sich seine Zeitungsgruppe mit 20 Prozent am Projekt beteiligen, die WAZ-Gruppe sollte ebenfalls 20 Prozent halten, Springer 52 Prozent und Aust 8 Prozent.

In der Pressemitteilung war Ippen nun aber nicht erwähnt. Hingegen hiess es am Ende des Textes, Aust wolle das Projekt "mit anderen Partnern fortsetzen". Vielleicht also mit Ippen? Horizont.net fragte bei Aust nach. Dieser wollte aber zu möglichen alternativen Gesellschaftern nichts sagen. Nur so viel: "Vertragsgemäss sind die Rechte an dem Projekt an mich zurückgegangen, ich kann es jetzt also mit anderen Partnern umsetzen. Da bin ich froh - und auch sehr zuversichtlich." Wie dem auch sei: Die nötige Investition für das Konkurrenzprojekt zu den Nachrichtenmagazinen "Spiegel", "Focus" und "Stern" wird auf 50 bis 70 Millionen Euro geschätzt.


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