19.01.2009

"NZZaS"

Aussergerichtliche Einigung mit Marko Turina

Parteien nehem öffentlich keine Stellung.

Die "NZZaS" hat sich bei Marko Turina, ehemaliger Herzchirurg am Universitätsspital Zürich, entschuldigt. Grund: In der Ausgabe vom 12. Juni 2005 publizierte die "NZZaS" einen Beitrag mit dem Titel "Das Wagnis des Starchirurgen". Darin wurde ausgeführt, Marko Turina, damaliger Direktor der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie am Universitätsspital Zürich, habe einer Patientin bewusst das "falsche Herz" – d. h. ein Herz, dessen Blutgruppe mit derjenigen der Patientin nicht verträglich war – eingesetzt, dies im Glauben, es könne gelingen. Man habe eine medizinische Heldentat vollbringen wollen. Die Patientin, deren Herztransplantation vom Schweizer Fernsehen dokumentiert wurde, verstarb einige Tage nach dem Eingriff.

Die "NZZaS" anerkennt in der gestrigen Ausgabe, dass Turina nicht bekannt war, dass die Blutgruppe des Spenderherzens mit derjenigen der Patientin nicht verträglich war, und er somit nicht bewusst gehandelt haben kann. Sie legt aber Wert auf die Feststellung, dass sie Turina nie unterstellen wollte, den Tod der Patientin aus eigensüchtigen Beweggründen in Kauf genommen zu haben. Die Zeitung bedauert, dass im Artikel ein gegenteiliger Eindruck erweckt wurde, und entschuldigt sich dafür bei Turina.

Ob Turina eine Genugtuungssumme erhielt, wollte Felix E. Müller, der Chefredaktor der "NZZ aS", auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz nicht sagen: Der Vergleich beinhalte, dass keine Partei öffentlich Stellung nehme, so Müller. Auch Turina wollte sich nicht äussern.


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