Die Beschlüsse zur Zusammenlegung von Radio und Fernsehen bei der SRG sind vom Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM mit Freude zur Kenntnis genommen worden. Die die Bedenken von Personal und Gewerkschaft seien beim SRG-Verwaltungsrat und Generaldirektor Armin Walpen auf Gehör gestossen, heisst es in einer Mitteilung. Das SSM bewertet die aktuellen Beschlüsse der SRG als adäquate Verlangsamung des Konvergenzprojektes. So könnten viele Qualitätsbedenken ernsthaft geprüft werden.
Das SSM begrüsst, dass eine Zusammenlegung von Radio und Fernsehen durch eine Projektleitung geprüft wird, welche entkoppelt ist von der Wahl einer späteren Direktion. Das SSM hatte sich vehement gegen die Einsetzung von Ingrid Deltenre als "Superdirektorin" von Radio und Fernsehen ausgesprochen. Barbara Büttner, Präsidentin des SSM: "Es ist vor allem für das Radiopersonal wichtig, dass die Überprüfung einer Zusammenlegung der Unternehmen von Radio und Fernsehen nicht unter Leitung des Fernsehens läuft."
impressum sieht keinen Sinn im Projekt
Nicht gleich gut aufgenommen wurden die Beschlüsse der SRG-Spitze von impressum. Dort hat man mit Konsternation vom Zusammenführungsprojekt zwischen Radio und Fernsehen Kenntnis genommen. Die geplante Konvergenz gefährdet in den Augen von impressum die Informationsqualität, "und wir stellen fest, dass eimal mehr die Journalisten den Preis dafür bezahlen". Das Projekt gefährde die Meinungsäusserungsfreiheit, die ein wesentlicher Pfeiler unserer Demokratie sei.
impressum ist erstaunt darüber, dass solche Rationalisierungsmassnahmen von einem mit Konzessionsgeldern finanzierten Unternehmen angekündigt werden. Ein solches Unternehmen habe nicht die Rentabilität als oberstes Ziel, sondern die Qualität des Service Public. Auf der Basis der heute kommunizierten Informationen zweifelt impressum am Sinn des Projekts.

