Die Weltwoche muss einen schmerzlichen Verlust hinnehmen: Andreas Wellnitz, seit dreieinhalb Jahren Bildchef, verlässt die Weltwoche auf Ende September hin und kehrt nach Deutschland zurück. Der Abgang kommt für das Flagschiff des Jean-Frey-Verlags zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Noch immer ist die Führungsfrage offen, ein Triumvirat leitet interimistisch die Redaktion. Wellnitz betonte gegenüber "persoenlich.com" jedoch, dass sein Abgang nicht in Zusammenhang mit der gegenwärtigen, schwierigen Situation stehe: Mein Entscheid stand schon vor der Kündigung von Chefredaktor Simon Heusser fest, stellt er klar.
Der frühere Fotochef des deutschen Magazins Max wurde von Roger Köppel an die Förrlibuckstrasse geholt. Zusammen mit Wendelin Hess hat Wellnitz das Erscheinungsbild der Weltwoche in Magazinform mit seiner neuen, eigenständigen Bildsprache neu definiert.
Über seine künftige Anstellung schweigt sich der 30-Jährige weitgehend aus. Es gehe um ein neues Entwicklungsprojekt in Berlin, war noch das einzige, was Wellnitz hinsichtlich seiner neuen Herausforderung abzuringen war. Denkbar ist indes, dass Wellnitz zusammen mit Ulf Poschard, der auch für die Weltwoche tätig ist, die Lancierung einer deutschen Ausgabe des Vanity Fair des amerikanischen Verlags Condé Nast in die Hand nehmen. Wellnitz mochte entsprechende Gerüchte gegenüber "persoenlich.com" jedoch nicht bestätigen.
(dv)

