Schweizer Fernsehen DRS hat am Donnerstag das Buch zu seinem 50-Jahr-Jubiläum präsentiert. In den zwei Dutzend Beiträgen wird zwar auch zurückgeschaut, der Band will aber vor allem die Diskussion anregen. "Kein Jubiläumsbuch, sondern ein Informations- und Diskussionsbuch" charakterisiert der Ende Jahr zurücktretende TV-Direktor Peter Schellenberg den Jubiläumsband. 25 Autorinnen und Autoren schreiben zu Themen rund um das Spannungsfeld Fernsehen und Gesellschaft. "Zum Fernseh'n drängt, am Fernseh'n hängt doch alles" lautet der selbstbewusst-ironische Untertitel.
Zu Wort kommt, was im Zusammenhang mit dem Schweizer Fernsehen und dessen Entwicklung und Zukunft Rang und Namen hat(te). Medienminister Moriz Leuenberger stellt zu Beginn die kritische Frage: "Ist Fernsehen kommunikativ?" Medienwissenschaftler wie Roger Blum, Otfried Jarren oder Heinz Bonfadelli beschäftigen sich ebenfalls mit der gesellschaftlichen Relevanz des Bildmediums.
Der frühere TV-Direktor Guido Frei beschreibt den Kampf von SF DRS um publizistische Unabhängigkeit in den 60er- und 70er-Jahren, der frühere Chefredaktor Peter Studer beleuchtet den Wandel des publizistischen Selbstverständnisses von TV-Journalisten. Der Ex- Politmoderator Anton Schaller thematisiert den oft geplatzten "Traum, in der Schweiz kommerzielles Fernsehen zu machen".

