06.06.2010

NZZ

CEO Albert P. Stäheli sieht erhebliches Sparpotenzial

"Minderheitsbeteiligungen an den Zürcher Landzeitungen brachten nur Verluste".

Bei der "Neuen Zürcher Zeitung" gibt es weiteres Sparpotenzial. Dies sagt CEO Albert "Polo" Stäheli im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Dabei sollen keine Sparmassnahmen vorgenommen werden, welche zu Qualitätseinbussen führen. "Qualität ist und bleibt unsere Maxime". Zugleich gelte aber: "Die Mittel dürfen nicht verschwendet werden, wir müssen die Ressourcen optimal einsetzen, und da gibts noch Potenzial", so der NZZ-Chef. Bei den Regionalzeitungen "Neue Luzerner Zeitung" und "St. Galler Tagblatt"/"Thurgauer Zeitung" wiederum will Stäheli Synergien nutzen. Gegenüber dem "Sonntag" sagt er: "Wir haben durch Integrationsprozesse in der ganzen Gruppe bereits jetzt jährlich 8 Millionen Franken eingespart, und es wird eine ähnliche Grössenordnung noch vor uns liegen." Es gehe um Vereinfachungen, Zentralisierungen und Standortoptimierungen, etwa beim Druck.

Weiter verteidigt Stäheli das Tauschgeschäft mit der Tamedia. In der Branche wurde der Deal als Sieg für Tamedia angeschaut, die nun die Region Zürich beherrscht. Stäheli sieht beide Parteien als Sieger: " Aus ökonomischer Sicht macht der Tausch mit der Tamedia absolut Sinn, und zwar für beide Seiten: Die NZZ-Gruppe hat die "Thurgauer Zeitung" zu 100 Prozent übernommen - das gibt unserem "St. Galler Tagblatt" sofort eine Perspektive und wir erzielen vom ersten Jahr an eine hohe Wertsteigerung. Demgegenüber brachten unsere Minderheitsbeteiligungen an den Zürcher Landzeitungen über alles betrachtet nur Verluste."


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