Der CEO des Verlagshauses Ringier, Martin Werfeli, hat sich im Interview mit der Hauszeitung Domo darüber unterhalten, was er wirklich bedauert, ob Springer noch ein Thema sei und ob man auf das deutsche Potential an Intellekt angewiesen sei, um eine Zeitung erfolgreich zu führen.
Sparen müsse man in solchen Zeiten immer, meint Werfeli lapidar auf die Frage, wann denn die Sparmassnahmen bei Ringier ein Ende nehmen würden. "Sparen muss heute eine 'standing order' sein", liess er sich vernehmen. Es sei aber im Moment keine weiter massive Abbauaktion geplant, wie jene, die im Druckbereich Zofingen 90 Stellen gekostet hat. "Punktuell kann's aber immer vorkommen", so Werfeli zur Art der Sparmassnahmen in nächster Zukunft.
Die Frage, ob man wirklich auf das deutsche Potential an Intellekt zurückgreifen müsse, um gute Zeitungen zu machen, verwirft Werfeli nicht: "Es spricht nichts dagegen, dass wir auch aus Deutschland gute Leute holen. Allerdings ist es nicht möglich, dass die dann bei bestimmten Titeln von Anfang an eine Spitzenposition einnehmen". Da habe man aus schlechten Erfahrungen gelernt. Auch das Thema Springer sei definitiv vom Tisch, versichert Werfeli, auf frühere Fusionspläne angesprochen.

