Der Zürcher Publizist, Übersetzer und Journalist Stefan Zweifel erhält den Berliner Preis für Literaturkritik. Das teilte das Literarische Colloquium Berlin am Mittwoch mit. "Stefan Zweifel verkörpert einen rar gewordenen Typus des eigensinnig leidenschaftlichen Kritikers", heisst es in der Begründung der Jury.
Der 1967 in Zürich geborene Zweifel studierte Philosophie, Komparatistik und Ägyptologie an der Universität Zürich. Bekannt wurde er durch die Neu-Edition und -Übersetzung des zehnbändigen Werkes des Marquis de Sade: "Justine und Juliette". Darüber hinaus kuratierte er Ausstellungen über den Dadaismus und den Surrealismus mit. Er schreibt unter anderem Beiträge für die "Neue Zürcher Zeitung", die "Weltwoche" und die Zeitschriften "Du" sowie "Literaturen". Seit April 2007 ist er Mitglied im Kritikerteam der Sendung "Literaturclub" von Schweizer Fernsehen SF.
Der "Berliner Preis für Literaturkritik" wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisträger der Vorjahre waren Andrea Köhler (2003), Ursula März (2005) und Ijoma Mangold (2007). Stefan Zweifel wird die Auszeichnung am 2. Oktober im Literarischen Colloquium Berlin übergeben. (sda)

