31.05.2022

Schweizer Journalist:in

Charlotte Theile und Samantha Zaugg gehen

Die Co-Chefredaktorinnen verlassen das Medienmagazin. Als Grund werden «Auffassungsunterschiede über die redaktionelle Weiterentwicklung» des Hefts angegeben. «Wir gehen im Guten auseinander», sagt Charlotte Theile.
Schweizer Journalist:in: Charlotte Theile und Samantha Zaugg gehen
Nach etwas über einem Jahr geben die beiden die Chefredaktion der Schweizer Journalist:in ab: Samatha Zaugg und Charlotte Theile. (Bild: zVg)

Die beiden Chefredaktorinnen Charlotte Theile und Samantha Zaugg verlassen das Fachorgan Schweizer Journalist:in. Der Grund seien «Auffassungsunterschiede über die redaktionelle Weiterentwicklung» des Branchenmagazins, heisst es in der Mitteilung. «Wir haben gekündigt. Und wir gehen im Guten auseinander», sagt Charlotte Theile auf Anfrage.

Theile und Zaugg werden noch das Jubiläumsheft, die 100. Ausgabe, verantworten. Auch die Ehrung der Journalistinnen und Journalisten des Jahres sowie «30 unter 30» im Sommer begleiten sie. Theile will künftig eigene Projekte vorantreiben, Zaugg beginnt ein Masterstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. Die Chefredaktion wird neu besetzt. (sda/wid)


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KOMMENTARE

Beat Hirt
31.05.2022 12:10 Uhr
Man kann den beiden Frauen zum Ausstieg nur gratulieren. Der "Schweizer Journalist-in" war nach dem Start von 2005 unter Markus Wiegand und Kurt W. Zimmermann innovativ und informativ. Mit Herzblut für Schweizer Verhältisse geschrieben. Obwohl der Verlag in Salzburg zuhause ist. Heute spürt man als Leser förmlich die Sparflamme. Schweizer Inhalte sind dünn gesät. Dafür gibt's jede Menge auf beste Papierqualität gedruckte Beliebigkeiten aus Deutschland und Österreich.
Peter Eberhard
31.05.2022 11:05 Uhr
Es wäre interessant, Näheres zu den "Auffassungsunterschieden" zu erfahren. Jedenfalls ist klar, dass sich die Zeitschrift unter den beiden Chefredaktorinnen stark gewandelt hat, um es einmal neutral zu formulieren. Vermisst habe ich u.a. die kontinuierliche Berichterstattung zur Entwicklung der Schweizer Verlagshäuser, wie sie seinerzeit noch von Wiegand und Zimmermann gepflegt wurde. Und schon seit einiger Zeit müsste die Zeitschrift eigentlich eher "Deutscher Journalist:in" heissen...
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