Der Chefredaktor der Zeitung "Der Bund" ist "hundertprozentig überzeugt" von der Kooperation, welche "Tages-Anzeiger" und "Bund" für Herbst vereinbart haben. Es gebe zu diesem Modell keine valable Alternative, sagt Artur K. Vogel. Anderenfalls wäre der "Bund" verschwunden, so Vogel weiter. Wenn "Bund" und "Tagi" nun gut arbeiteten und die in Bern spürbare Solidarität spiele, dann sehe er für seine Zeitung langgfristige Perspektiven, so der Chefredaktor auf Anfrage.
Er sei traurig, dass mehrere Kolleginnen und Kollegen gehen müssten, erklärte Vogel weiter, doch sei dies unausweichlich, wenn der "Bund" wieder auf eine tragfähige Basis gestellt werden soll. Vogel ist auch überzeugt, dass der neue "Bund" mit dem vom "Tagi" produzierten Mantelteil bei der Leserschaft gut ankommt.
Welche Redaktorinnen und Redaktoren vom angekündigten Stellenabbau betroffen sind, kann Vogel noch nicht sagen. Zuerst stehe eine Konsultationsphase an. Die Regionalredaktion werde sicher weniger betroffen sein als andere Ressorts, doch auch sie wird laut dem "Bund"-Chefredaktor leicht verkleinert. (sda)

