Die Besitzerfamilie des Verlagshauses Tamedia gibt Aktien ab, wenn es zu einem grösseren Kooperationsabkommen kommen sollte. Tamedia hält an der Kotierung an der Schweizer Börse fest. "Wir wollen die Möglichkeit offen halten, unsere Aktien für die Realisierung eines grösseren Kooperationsabkommens einzusetzen", sagt Tamedia-Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx in einem Interview in der "Finanz und Wirtschaft" vom Mittwoch.
Die Familie sei bereit, zu einem solchen Zweck einen weiteren Teil des Aktienbestandes abzugeben. Die Familienaktionäre besitzen 76 Prozent an Tamedia. 67 Prozent der Aktien sind in einem Aktionärsbindungsvertrag gebunden. Tamedia ist seit Oktober 2000 an der Schweizer Börse SWX kotiert. Tamedia wolle die Bewegung auf dem Deutschschweizer Medienmarkt beobachten und ihre Stellung durch Übernahmen oder Kooperationen festigen, sagte Coninx weiter. Zudem wolle die Gruppe in den elektronischen Medien präsenter werden.
Regionalstrategie fortführen
Die Investments in Winterthur und Frauenfeld passten in die Regionalstrategie, sagte Coninx zur Beteiligung am Landboten und zum Kauf der Thurgauer Zeitung. Mit dem Verlag der Schaffhauser Nachrichten bespreche Tamedia vorerst eine Zusammenarbeit auf der Inserateseite. "Was aus diesen Gesprächen resultiert, kann ich noch nicht sagen", sagte Coninx.

