Vor kurzem trafen sich die Chefredaktoren von Tamedia und die Unternehmensleitung zu einem Off-the-Record-Gespräch mit Novartis-Chef Daniel Vasella. Diskutiert wurden verschiedenen Themen, auch über Journalismus und Medien wurde geredet. Der millionenschwere Manager soll vor versammeltem Tamedia-Kader gesagt haben, dass Journalisten unterbezahlt seien und schlecht behandelt würden. CEO Martin Kall, der ebenfalls im Publikum sass, soll laut eines anderen Gesprächsteilnehmers sprachlos reagiert haben.
Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer bestätigt auf Anfrage von "persoenlich.com", dass eine entsprechende Diskussionsrunde stattgefunden hat. Die Äusserung Vasellas weiche allerdings von jener, die nun kolportiert würde, erheblich ab. In Wahrheit habe Vasella folgende Bemerkung gemacht: "Im Zuge des Strukturwandels sind Medienhäuser und somit auch Journalisten stark unter Druck geraten. Medienleute sehen sich mit immer schwierigeren Arbeitsbedingungen konfrontiert. Oft sind Journalisten trotz guter Qualifikation und Ausbildung unterdurchschnittlich bezahlt." (cl)

